Donald Trump: US-Präsident schießt sich mit Truth-Social-Post ins Aus

US-Präsident Donald Trump führt seine öffentliche Fehde gegen den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom in den sozialen Medien weiter fort. Laut Experten zeigt seine neueste Aussage seine wachsende Angst vor dem Demokraten.

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Beobachter sehen in seinem Verhalten eine wachsende Angst vor dem Demokraten Gavin Newsom. (Foto) Suche
Beobachter sehen in seinem Verhalten eine wachsende Angst vor dem Demokraten Gavin Newsom. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
  • Donald Trump postet Angriff gegen Gavin Newsom auf "Truth Social"
  • Kampf um Präsidentschaftskandidatur bereits jetzt in vollem Gange
  • Politik-Expert:innen sehen wachsende Angst beim US-Präsidenten
  • Gavin Newsom als vielversprechender Kandidat der Demokranten für 2028

In Gawin Newsom hat Donald Trump einen polarisierenden Gegner gefunden, den er seit Monaten versucht, zu kompromittieren. Nachdem der kalifornische Gouverneur sich öffentlich gegen den US-Präsidenten positioniert hat, hagelt es nur so von Vorwürfen und Drohungen einer möglichen Amtsenthebung.Nun geht der US-Präsident auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" noch einen Schritt weiter.

Donald Trump hetzt gegen Gavin Newsom - "aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegen"

Am 24. Februar sorgte Donald Trump mit folgenden Worten im Netz für Aufsehen: "Wow! Gavin Newscum ist gerade aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegen!!! Präsident Donald Trump", postete der 79-Jährige auf "Truth Social". Dabei schrieb er statt des richtigen Namens Newsom dass beleidigende Wortspiel "Newscum", um deutlich zu machen, was er von dem demokratischen Gouverneur halte. Ein Post, der den US-Präsidenten für viele Beobachter direkt ins Aus katapultiert.

Denn: Dass der US-Präsident zu solch offensichtlichen Machtdemonstrationen greift, zeige für diverse Politik-Beobachter die wachsende Angst vor dem Demokraten. Michael McDonald, Politikwissenschaftsprofessor an der Universität von Florida, schrieb diesbezüglich auf "Bluesky", dass nun auch "Newsom verkünden kann, Trump sei gerade zurückgetreten". Er wollte deutlich machen, wie lächerlich das Ganze sei.

Kandidatur des Demokraten Gavin Newsom nie offiziell bestätigt

Zumal Gavin Newsom selbst gar nicht offiziell eine Kandidatur für 2028 bestätigt habe. Eine besondere Art des "Foreshadowing" also, die Donald Trump hier betreibt und dafür sorgen soll, Gavin Newsom bereits im Vorfeld den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wirtschaftswissenschaftler Sky Marchini reagierte laut "Newsweek" ebenfalls auf den Post von Donald Trump auf "Bluesky": "Die von unserem Präsidenten mithilfe von KI erzeugte Realität schreitet wohl ungebremst voran."

MAGA-Bewegung sieht drohende Konkurrenz im kalifornischen Gouverneur

Warum ist der Angriff bei Social Media besonders jetzt so brisant? Während die Umfrage-Werte von Donald Trump sich derzeit auf einem Allzeittief befinden, gewinnt Gavin Newsom in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Bedeutung. Zuletzt versuchten MAGA-Anhänger:innen den Demokraten einen öffentlichen Auftritt im Rahmen einer Buchvorlesung negativ auszulegen. Der Vorwurf: Antisemitismus. Nur kurze Zeit später stellte sich das Gegenteil heraus.

Machtkampf ums Weiße Haus hat bereits jetzt begonnen

Fest steht: Gavin Newsom gilt als vielversprechender Präsidentschaftsanwärter der Demokraten. Der kalifornische Gouverneur hatte zuletzt erfolgreich dafür gekämpft, dass die Wahlkreise für den kalifornischen Kongress zugunsten der Demokraten neu eingeteilt werden, um den Bemühungen Trumps entgegenzuwirken.

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/sfx/news.de

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