Donald Trump: Pistorius rügt Nähe Trumps zu Putin
Verteidigungsminister Pistorius kritisiert den Umgang des US-Präsidenten mit Putin und warnt vor den Folgen für die Ukraine. Was er zum Stand des Krieges und zur Rolle Deutschlands sagt.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine hat Verteidigungsminister Boris Pistorius dem US-Präsidenten Donald Trump eine Kumpanei mit Kremlchef Wladimir Putin vorgeworfen. Trump habe den russischen Präsidenten beim Gipfeltreffen in Alaska "wie einen Kumpel" auf dem roten Teppich begrüßt und sich gleichzeitig komplett aus der militärischen Unterstützung der Ukraine zurückgezogen, kritisierte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.
Und leider habe der amerikanische Präsident auch sehr früh unnötigerweise eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine vom Verhandlungstisch genommen – "ohne Not", so Pistorius. "Das wäre ja ein Pfund gewesen, mit dem man auch hätte verhandeln können, über andere Dinge."
Scharf kritisierte Pistorius die russischen Luftangriffe mit Raketen und Drohnen auf ukrainische Städte. "Was dort jede Nacht passiert, hat ja mit der Eroberung eines Landes nichts zu tun. Hier wird die Zivilbevölkerung terrorisiert – bei minus 20 Grad. Und kein Quadratmeter Boden wird damit gewonnen, sondern die Moral der Ukrainer soll gebrochen und das Land zerstört werden."
Doch gebe es auch nach vier Jahren einen unglaublichen Durchhaltewillen und eine unglaubliche Courage, Stärke und Moral der Bevölkerung. Und Umfragen zeigten, dass sie sogar steige.
Keine Entscheidung auf dem Gefechtsfeld
Pistorius sagte, inzwischen sei Deutschland größter Unterstützer der Ukraine, mit mehr als elf Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Zu einem möglichen Ende des Krieges sagte er, auf dem Gefechtsfeld werde es in absehbarer Zukunft wohl keine Entscheidung geben. Für die Verhandlungen sei es sehr wichtig, die Unterstützung hochzuhalten, denn die wirtschaftliche Situation in Russland werde "zunehmend sichtbar schlechter". Für den Kreml müsse ein Punkt erreicht werden, an dem der Krieg langsam die schlechtere Option gegenüber einem Frieden sei. "Das kann man aber nicht durch Schwäche erreichen, sondern nur durch Stärke."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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