Wladimir Putin: Verheerende Kriegsbilanz - Kremlchef von Sieg so weit entfernt wie nie zuvor

Es ist eine verheerende Bilanz, der sich Wladimir Putin am vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges stellen muss. Von den anfänglichen Erfolgen ist seit Monaten nichts mehr zu sehen. Tatsächlich ist der Kreml aktuell von einem Sieg so weit entfernt wie nie zuvor.

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Wladimir Putin ist einem Sieg bislang nicht näher gekommen. (Foto) Suche
Wladimir Putin ist einem Sieg bislang nicht näher gekommen. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin | Valeriy Sharifulin
  • Verheerende Kriegsbilanz für Putin am vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges
  • Kremlchef von Sieg so weit entfernt wie nie zuvor
  • Russland seit Monaten ohne entscheidende Durchbrüche

Heute ist es genau vier Jahre her, seit Wladimir Putin den russischen Truppen den Einmarsch in die benachbarte Ukraine befohlen hat. Der Konflikt dauert damit bereits länger als der Kampf der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

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Verheerende Kriegsbilanz für Putin am vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges

Trotz dieser enormen Zeitspanne und verheerender Verluste auf beiden Seiten ist Kremlchef Wladimir Putin einem Sieg über Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein Volk nicht näher gekommen. Im Gegenteil: Laut einer aktuellen "Bild"-Analyse ist Russland von einem militärischen Erfolg momentan weiter entfernt als je zuvor. Dabei lief es zu Kriegsbeginn noch vielversprechend für Russland.

Russischer Blitzkrieg scheitert am ukrainischen Widerstand

Zu Beginn seiner Invasion überrannte die russische Armee innerhalb weniger Tage mehr als ein Viertel des ukrainischen Staatsgebiets. Kreml-Truppen standen vor Kiew und anderen Metropolen. Doch Wladimir Putin hatte die Verteidigungsbereitschaft der Ukrainer massiv unterschätzt. Bereits im April 2022 mussten sich die russischen Truppen aus dem Norden zurückziehen. In den Herbstmonaten brach die russische Front in den Regionen Charkiw und Cherson zusammen. Als sich der Kriegsbeginn zum ersten Mal jährte, hatte Wladimir Putin bereits ein Drittel der zuvor eroberten Territorien wieder eingebüßt.

Niederlage für Putin - Russland seit Monaten ohne entscheidende Durchbrüche

Seit dem ersten Kriegsjahr gelangen weder Russland noch der Ukraine entscheidende Durchbrüche. Die ukrainische Gegenoffensive im Süden scheiterte 2023. Ein Jahr später attackierten russische Streitkräfte erneut die Region Charkiw von Norden. Im vergangenen Jahr verstärkte Wladimir Putins Militär den Druck im Donbas erheblich. Unter gewaltigen Verlusten fielen die Städte Awdijiwka und Pokrowsk an die Invasoren, die weiter nach Westen vorrückten. Dennoch änderte sich am Gesamtbild nichts Wesentliches. Nach vier Jahren Krieg stehen sich russische Angreifer und ukrainische Verteidiger daher in einem blutigen Stellungskrieg gegenüber - ohne Aussicht auf einen militärischen Durchbruch.

Wladimir Putin hält trotz massiver Verlust an seiner Maximalforderung fest

Trotz verheerender Opferzahlen ist ein Ende der Kämpfe bislang weiterhin nicht in Sicht. Moskau beharrt immer noch auf seiner Maximalforderung: der vollständigen Zerstörung der Ukraine. Nach Angaben der Denkfabrik CSIS kostete der Krieg bislang 325.000 russischen Soldaten das Leben. Auf ukrainischer Seite fielen 140.000 Kämpfer. Hinzu kommen fast 15.000 getötete Zivilisten in der Ukraine sowie Millionen Flüchtlinge, von denen viele in Deutschland Schutz suchten. Die Friedensbemühungen unter US-Präsident Donald Trump blieben erfolglos.

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