Wladimir Putin News: Wadephul: Betteln Putin nicht hinterher

In Frankreich, aber etwa auch beim Regierungspartner SPD gibt es Stimmen, die sich für eigene EU-Verhandlungen mit Kremlchef Putin einsetzen. Der deutsche Außenminister hat eine klare Meinung dazu.

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Der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit Kabinettsmitgliedern. (Foto) Suche
Der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit Kabinettsmitgliedern. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Government/AP | Alexander Astafyev

Außenminister Johann Wadephul hat sich grundsätzlich gesprächsbereit mit Moskau über einen tragfähigen Frieden in der Ukraine gezeigt, Zugeständnisse aber abgelehnt. "An allererster Stelle muss es natürlich die Ukraine sein, die spricht. Aber wir sind auch bereit zu sprechen", sagte der CDU-Politiker beim Ukraine-Forum "Cafe Kyiv" der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Wadephul fügte hinzu: "Aber wir werden nicht in Moskau ankommen und weitere Zugeständnisse machen. Das werden wir nicht machen."

"Wenn das Schießen aufhört, wenn es eine ernsthafte Bereitschaft gibt zu reden, dann sind wir sicherlich auch mit dabei", sagte Wadephul und ergänzte mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin: "Aber wir betteln ihm nicht hinterher, um es offen zu sagen. Sondern wir erwarten, dass endlich irgendeines der vernünftigen Angebote angenommen wird."

Forderungen etwa aus den Reihen der SPD, mit Gesprächsangeboten für einen Waffenstillstand auf Putin zuzugehen, wies Wadephul zurück. "Es mangelt ja nicht an Gesprächskanälen. Aber es hilft ja kein Kanal, wenn er nicht sprechen will."

Appell an Ungarn: Veto gegen Sanktionen zurücknehmen

Wadephul kam direkt von einem EU-Außenministertreffen in Brüssel, bei dem Ungarn die geplante Verschärfung von Russland-Sanktionen blockiert hatte. Der Bundesaußenminister forderte Budapest erneut auf, sein Veto gegen ein neues Sanktionspaket gegen Russland und gegen ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro zurückzunehmen. Es habe in Brüssel ein sehr offenes und streitiges Gespräch in diesem Zusammenhang gegeben, sagte der Minister. "Das ist nicht das Ungarn, was ich kenne", kritisierte er. Auch in Ungarn wollten viele Menschen an der Seite der Ukraine stehen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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