Donald Trump: Mehr Abschiebungen gefordert - Konservative setzen "The Don" unter Druck

Obwohl die US-Einwanderungsbehörde ICE unter Präsident Donald Trump weiterhin mit voller Härte gegen illegale Migranten vorgeht, sind viele konservative Amerikaner unzufrieden. Sie fordern in einer neuen Koalition noch mehr Abschiebungen.

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Donald Trump wird von einer neuen Koalition zu mehr Abschiebungen in den USA gedrängt. (Foto) Suche
Donald Trump wird von einer neuen Koalition zu mehr Abschiebungen in den USA gedrängt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Konservative Amerikaner fordern eine Million Abschiebungen pro Jahr von der US-Regierung
  • "Mass Deportation Coalition" will bis zum 1. April 2026 eigenen Plan veröffentlichen
  • Trump-Administration soll regelmäßig Daten zu erfolgten Abschiebungen bereitstellen

Die US-Einwanderungsbehörde ICE steht für ihr rigoroses Vorgehen bei Abschieberazzien in amerikanischen Städten seit Wochen in der Kritik. Nachdem Anfang des Jahres in Minneapolis zwei US-Bürger durch tödliche Schüsse der Beamten ums Leben kamen, war auch international die Empörung groß. Obwohl Präsident Donald Trump weiterhin eine harte Linie in der Migrationspolitik fährt, gehen vielen Konservativen die Schritte, die er gegen illegale Einwanderer unternimmt, immer noch nicht weit genug.

Konservative Amerikaner fordern mehr Abschiebungen von Donald Trump

Ein Zusammenschluss mehrerer konservativer Organisationen fordert unter dem Namen "Mass Deportation Coalition" (deutsch: Koalition für Massenabschiebungen), dass die US-Regierung ihr Ziel von einer Million Abschiebungen pro Jahr erreicht. Darüber berichtet aktuell "Newsweek". Diese hohe Zahl an Abschiebungen hatte Trump während des Wahlkampfs versprochen. Auf ihrer Website kündigt die neu gegründete Experten-Koalition zudem an, bis zum 1. April einen Plan vorzulegen, wie das Ziel erreicht werden kann.

  • "Die Bemühungen des Heimatschutzministeriums im letzten Jahr, die 'Schlimmsten der Schlimmsten' hervorzuheben, haben das öffentliche Bewusstsein für die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze geschärft. Jetzt ist es an der Zeit, zur zweiten Phase überzugehen: die rasche Abschiebung einer großen Zahl von ausweisungsfähigen Ausländern aus dem Land", heißt es weiter.

Außerdem hoffen die Konservativen, dass die Trump-Regierung "bis 2027 und 2028 auf diesem logistischen, operativen und politischen Rahmen aufbauen kann, um die Abschiebungen so auszuweiten, dass sie die von Präsident Eisenhower versprochenen Maßnahmen übertreffen".

US-Präsident soll mehr Transparenz bei Abschiebungen bieten

Die Gruppe fordert, dass Vorschriften am Arbeitsplatz konsequent durchgesetzt werden. Dies sei bislang nicht ausreichend erfolgt. Man solle sich auf "leichter abzuschiebende Bevölkerungsgruppen" konzentrieren - darunter Personen mit abgelaufenen Visa. Zudem wollen sie "regelmäßige und vollständige Datentransparenz seitens der Trump-Administration". Laut "Newsweek" hat die Einwanderungsbehörde ICE seit Januar 2025 keine neuen Zahlen zu den erfolgten Inhaftierungen und Abschiebungen veröffentlicht. Auch das Weiße Haus lieferte keine vollständigen Datensätze.

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/news.de

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