Nachfolge von Kim Jong Un geplant: Südkorea-Geheimdienst sicher - Nordkorea-Diktator dankt ab

Gesundheitliche Probleme, Fettleibigkeit, Alkoholspekulationen - laut Insidern soll Nordkorea-Diktator Kim Jong Un seine Führung schon bald aufgeben. Expert:innen befürchten einen blutigen Machtkampf zwischen seiner Tochter und Kims Schwester.

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Undatierte Aufnahme zeigen Kim Jong Un und seine Tochter bei Raketentests auf einem Zerstörer. (Foto) Suche
Undatierte Aufnahme zeigen Kim Jong Un und seine Tochter bei Raketentests auf einem Zerstörer. Bild: dpa/KCNA/KNS/Uncredited
  • Oft an seiner Seite - Geheimdienst geht davon aus, dass Kim Jong Un seine Nachfolge plant
  • Seine Tochter soll für den Nordkorea-Diktator übernehmen - blutige Kämpfe erwartet
  • Kims Schwester erhebt Ansprüche - sie wird im ganzen Land geschätzt
  • Experten befürchten weitere Auseinandersetzungen nach Kims Abdanken

Kim Jong Uns jugendliche Tochter ist bei offiziellen Auftritten meist an der Seite ihres Vaters. In der jüngsten Vergangenheit weicht Teenagerin ihrem Vater nicht von der Seite. Südkoreas Geheimdienst sieht daher berechtigte Hinweise auf eine baldige Nachfolgeregelung. Doch diese könnte einen blutigen Ausgang nehmen.

Südkoreanischer Geheimdienst sicher: Kim Jong Un will Tochter zur Nachfolgerin machen

Der südkoreanische Geheimdienst NIS geht nämlich davon aus, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un seine Tochter derzeit bereits als politische Nachfolgerin aufbaut. Dies teilte der NIS in einem parlamentarischen Briefing mit, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Der Geheimdienst stützt seine Einschätzung demnach darauf, dass sich die jugendliche Tochter von Kim Jong Un zuletzt bei öffentlichen Auftritten - unter anderem dem Gründungsjubiläum der nordkoreanischen Volksarmee - politisch geäußert hatte.

Blutiger Machtkampf nach Kims Tod befürchtet - auch seine Schwester stellt Ansprüche

Soweit, so gut. Oder etwa nicht? Ganz so einfach scheint es nicht zu sein. Denn eine weitere Frau erhebt Ansprüche auf die politische Macht. Kim Jong Uns SchwesterKim Yo Jong (38), könnte die Pläne des Nordkorea-Diktators durchkreuzen. Die Schwester von Kim Jong Un leiter derzeit die Propagandaabteilung des Landes und genießt im ganzen Land hohes Ansehen. Wie unter anderem "Metro" berichtet, strebt die 38-Jährige nach dem Tod ihres Bruders die Macht im Land an - ein bitterer Machtkampf zwischen ihr und Kims Tochter könnte dann äußerst blutig enden. Historiker Fjodor Tertizki erklärte gegenüber den Medien: "Die Verliererseite könnte mit äußerster Brutalität gesäubert werden, was Arbeitslager bedeuten würde, Hinrichtungen, möglicherweise sogar öffentliche Hinrichtungen oder Bestrafungen für Angehörige." Die südkoreanische Geschichte habe gezeigt - niemand ist sicher, vor allem, wenn man mit der wertvollen Kim-Dynastie verbunden ist.

Tödliche Rivalen in der Kim-Dynastie

Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ein Konkurrent im Hause Kim kurzerhand aus dem Weg geräumt werde. So hatte Kim Jon Un seinen eigenen Onkel durch ein Erschießungskommando ermorden lassen. 

Wer ist die Tochter von Kim Jong Un überhaupt?

Kim Jong Uns Tochter galt bisher als ein unbeschriebenes Blatt, welches selten in der Öffentlichkeit auftrat. Das junge Mädchen war erstmals im Jahr 2022 auf Fotos der Staatsmedien zu sehen. Seither hat sie ihren Vater nun jedoch mehrfach bei offiziellen Anlässen begleitet, darunter bei mehreren Raketentests sowie einem Staatsbesuch in China. Offiziell ist bislang jedoch nur wenig über sie bekannt. Weder ihr Alter noch ihr Name wurden offiziell von den nordkoreanischen Staatsmedien bestätigt. Laut Ex-Basketballprofi Dennis Rodman, der Kim 2013 in Nordkorea persönlich getroffen hat, soll die Tochter "Ju Ae" mit Vornamen heißen. Ihr Alter wird auf ungefähr 13 geschätzt. 

Nordkorea-Diktator soll noch weitere Kinder haben

Einige Experten gehen davon aus, dass Kim Jong Un neben seiner Tochter möglicherweise noch weitere Kinder hat; darunter auch einen Sohn, der zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit präsentiert werden könnte.

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/gom/news.de/dpa

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