Barack Obama: Vance und Trump attackieren Ex-Präsident nach Tod von US-Bürgerrechtsikone

Barack Obama geriet erneut ins Visier der amtierenden US-Regierung. Vizepräsident J.D. Vance lederte in einem Interview gegen den Demokraten. Donald Trump fügte seiner Würdigung für den verstorbenen Bürgerrechtler Jesse Jackson einen Seitenhieb gegen Obama hinzu.

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Ex-US-Präsident Barack Obama wurde erneut von der amtierenden Regierung verbal attackiert. (Foto) Suche
Ex-US-Präsident Barack Obama wurde erneut von der amtierenden Regierung verbal attackiert. Bild: picture alliance/dpa/Press Association | Jane Barlow
  • US-Regierung setzt Angriffe auf Ex-Präsident Barack Obama fort
  • J.D. Vance verurteilt Iran-Politik des Demokraten in einem Interview
  • Donald Trump nutzt Tod von schwarzem Bürgerrechtsaktivisten Jesse Jackson, um gegen Obama auszuteilen

Erneut gibt es scharfe Worte der US-Regierung in Richtung des ehemaligen Präsidenten Barack Obama. Vizepräsident J.D. Vance nutzte seinen Auftritt in der Sendung "The Story With Martha MacCallum" bei Fox News, um gegen den Demokraten auszuteilen. Auch das amtierende Staatsoberhaupt Donald Trump griff seinen Vorgänger erneut an.

J.D. Vance attackiert Barack Obama in Interview für Iran-Politik

Vance wurde in der Nachrichtensendung zur Iran-Politik befragt. Die USA hatten zuletzt angesichts wachsender Spannungen mit dem Mullah-Regime Kriegsschiffe in die Golfregion entsandt.Trump habe laut dem Vizepräsidenten "sehr deutlich gezeigt, dass er nicht Barack Obama ist". Der Präsident verfolge einen "völlig anderen Ansatz bei Amerikas nationaler Sicherheit" und sei "viel eher bereit, aggressiv zu handeln", um diese zu verteidigen. Obama hatte während seiner Amtszeit ein Atomabkommen mit dem Iran ausgehandelt, das Trump später aufkündigte.

Donald Trump verteilt Seitenhieb gegen Ex-US-Präsidenten nach Tod von schwarzem Bürgerrechtler Jesse Jackson

Zuvor nutzte Donald Trump seine Beileidsbekundung für den verstorbenen Bürgerrechtler Jesse Jackson für einen weiteren Seitenhieb gegen Obama. Der schwarze Aktivist hatte in den 1960er-Jahren an der Seite von Martin Luther King für Gleichberechtigung in Amerika gekämpft. Nun starb er im Alter von 84 Jahren in Chicago. Trump bezeichnete Jackson auf seiner Plattform Truth Social als "guten Mann", der voller Persönlichkeit und Mut gewesen sei. Er verwies zudem darauf, dass er selbst Jackson zahlreiche Male unterstützt habe. Der US-Präsident behauptete außerdem:

  • "Jesse war eine Naturgewalt wie nur wenige vor ihm. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Wahl von Barack Hussein Obama, einem Mann, den Jesse zutiefst verabscheute – ohne dafür Anerkennung oder Lob zu erhalten."

Weißes Haus empörte mit rassistischer Darstellung von Barack und Michelle Obama

Die Attacken der US-Regierung gegen Obama haben zuletzt eine neue Dimension erreicht. Erst vor wenigen Tagen hatte Trump auf Truth Social ein Video geteilt, das Barack und Michelle Obama als Affen darstellte. Die Empörung war parteiübergreifend – selbst der republikanische Senator Tim Scott aus South Carolina bezeichnete es als "das Rassistischste, was ich aus diesem Weißen Haus gesehen habe" und forderte die Löschung. Statt sich zu entschuldigen, schob Trump die Verantwortung auf einen Mitarbeiter. Er selbst habe das Video nur teilweise angeschaut und dabei auf den Abschnitt über Wahlbetrug geachtet.

Obama reagierte laut "Daily Beast" am Wochenende gelassen. Das Video sei "eine Ablenkung", sagte er in einem Interview. In sozialen Medien und im Fernsehen laufe "eine Art Clown-Show", während grundlegender Anstand und Respekt vor dem Amt erodiert seien. Die Mehrheit der Amerikaner finde dieses Verhalten "zutiefst beunruhigend".

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/news.de/dpa/stg

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