Wladimir Putin blamiert: Protz-Limousinen verstauben in Garage - Kim Jong Un verschmäht Kreml-Geschenk
Bei einem russischen Luxuslimousinen-Hersteller soll es aktuell massive Probleme geben. Auch Nordkorea-Diktator Kim Jong Un scheint zwei "Aurus Senat"-Wagen, die ihm 2024 von Wladimir Putin geschenkt wurden, mittlerweile zu verschmähen.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Wladimir Putin schenkte Kim Jong Un zwei Luxuslimousinen bei seinem Staatsbesuch in Nordkorea 2024
- Berichten zufolge verstauben die Kreml-Karossen in Pjöngjang nun in der Garage
- Produktionsstopp bei russischem Luxusautobauer wegen fehlender Nachfrage?
Wladimir Putin trug im Sommer 2024 bei seinem Staatsbesuch in Nordkorea dick auf: Er schenkte Diktator Kim Jong Un zwei Luxuslimousinen aus russischer Produktion. Gemeinsam unternahmen die beiden Autokraten in einer gepanzerten "Aurus Senat" sogar eine Spritztour durch Pjöngjang. Doch die Freude über die Protz-Wagen währte bei Kim Jong Un offenbar nur kurz.
Wladimir Putin blamiert durch Kim Jong Un: Nordkorea-Diktator lässt russische Luxuslimousine in der Garage stehen
Denn wie der BR unter Berufung auf britische und russische Medien berichtet, sollen die russischen Staatskarossen mittlerweile in Nordkorea in Garagen "verstauben". Kim Jong Un fahre lieber mit Modellen aus deutscher Produktion, sei unter anderem mit Limousinen des Herstellers Mercedes-Maybach unterwegs.Der kremlkritische Politologe Andrei Nikulin kommentierte die Nachricht mit den Worten, er empfinde darüber "ausdrücklich kein Bedauern".
Probleme bei russischem Autobauer - kaum Nachfrage nach Protz-Wagen "Aurus Senat"?
Den Berichten zufolge gibt es weitere Probleme mit den "Aurus"- Limousinen. Seit Anfang Februar stehen die Bänder beim russischen Luxusautobauer still – angeblich wegen einer Inventur, die mindestens bis Ende März andauern soll. Doch hinter der offiziellen Begründung verbergen sich offenbar tiefgreifende Probleme. Die St. Petersburger Zeitung "Fontanka" berichtete über millionenschwere Verbindlichkeiten des Herstellers. Als mögliche Ursachen für den Produktionsstopp werden einbrechende Verkaufszahlen, technische Schwierigkeiten bei einer geplanten Modernisierung oder schlicht fehlende Auslandsnachfrage genannt. Abgesehen von einigen Fahrzeugen für die Vereinigten Arabischen Emirate sei das internationale Interesse praktisch nicht vorhanden gewesen. Verlässliche Produktionszahlen existieren nicht. Russischsprachige Leser kommentierten die "Aurus"-Blamage spöttisch.
Laut "Bild" pumpte der russische Staat rund 12,4 Milliarden Rubel – umgerechnet etwa 164 Millionen Euro – in das Luxuslimousinen-Projekt. Doch die Erzählung vom "rein russischen" Fahrzeug bekam bereits 2018 Risse: Am Motor sollen Porsche und Bosch mitgewirkt haben, Antiblockiersysteme und Klimaanlage stammen angeblich von Mercedes-Zulieferern.
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gom/news.de/stg
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