Wladimir Putin: Nawalny doch vergiftet? Kreml reagiert auf "unbegründete" Anschuldigungen

Wie starb der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny wirklich? Neueste Erkenntnisse legen nahe, dass er vergiftet wurde. Doch der Kreml weist jegliche Schuld und Vorwürfe von sich. So reagiert Wladimir Putin jetzt.

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Heute jährt sich der Todestag von Alexej Nawalny zum zweiten Mal. (Foto) Suche
Heute jährt sich der Todestag von Alexej Nawalny zum zweiten Mal. Bild: dpa/Sebastian Gollnow
  • Todestag von Alexej Nawalny jährt sich zum zweiten Mal
  • Zahlreiche Menschen pilgern zum Grab des Oppositionsführers
  • Kreml reagiert auf Vergiftungsvorwurf

Er galt für viele als Symbol des Widerstands, den am 16. Februar 2024 ein unrühmlicher und überraschender Tod ereilte. Kreml-Kritiker Alexej Nawalny soll laut neuesten Erkenntnissen jedoch nicht, wie zunächst angenommen, im Straflager überraschend verstorben sein, sondern wurde vergiftet. Nun reagiert Russland auf die Vorwürfe.

Kreml reagiert auf Vorwürfe nach Tod von Oppositionsführers Alexej Nawalny

Demnach weist Moskau jegliche Vorwürfe unter anderem von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zu einer angeblichen Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny vor zwei Jahren im Straflager "entschieden" zurück. "Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht, wir sind mit ihnen nicht einverstanden, wir halten sie für voreingenommen und unbegründet," sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Alexej Nawalny mit Froschgift getötet

Laut Wadephul soll Nawalny mit dem Gift eines Pfeilgiftfrosches getötet worden sein.

Die Mutter des verstorbenen russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny, Ljudmila Nawalnaja, berührt zwei Jahre nach seinem Tod sein Porträt an seinem Grab auf dem Borisowskoje-Friedhof. (Foto) Suche
Die Mutter des verstorbenen russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny, Ljudmila Nawalnaja, berührt zwei Jahre nach seinem Tod sein Porträt an seinem Grab auf dem Borisowskoje-Friedhof. Bild: dpa/AP/Alexander Zemlianichenko

Derweil besuchen viele Menschen, darunter Nawalnys Mutter, in Moskau das Grab des vor zwei Jahren im Straflager zu Tode gequälten Kritikers von Kremlchef Wladimir Putin. Der Todestag jährt sich nun zum zweiten Mal - viele Menschen kommen schon seit dem Morgen trotz Schneesturms zum Borissowskoje-Friedhof in der russischen Hauptstadt, um Alexej Nawalnys zu gedenken.

Russland sprach von natürlicher Todesursache

Julia Nawalnaja, die Witwe des Politikers, lebt im Exil im Ausland und wirft Putin Mord vor. Sie hatte am 14. Februar in München mit Wadephul am Rande der Sicherheitskonferenz Laborergebnisse bekanntgegeben, denen zufolge ihr Mann mit einem Nervengift getötet worden sein soll. Wadephul zeigte sich schockiert, er sprach von Vergiftung. Nur der russische Staat habe die Mittel und die Möglichkeit gehabt, den Oppositionellen zu vergiften, sagte er.

Leiche wurde tagelang nicht herausgegeben

Die russischen Behörden behaupten, dass Nawalny eines natürlichen Todes gestorben sei. Sie hatten seine Leiche trotz Bitten von Nawalnys Mutter tagelang nicht herausgegeben. Deshalb wurde befürchtet, dass etwaige Giftspuren womöglich nicht mehr nachgewiesen werden können. Unklar ist, wie die Gewebeproben Nawalnys in den Westen gelangt sind.

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/loc/news.de/dpa

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