Donald Trump: Kurz vor Zwischenwahlen – Manipulationsverdacht gegen US-Präsidenten

Vor den Zwischenwahlen spitzt sich der Ton zu: Senator Adam Schiff wirft Donald Trump Manipulationspläne vor und spricht von gesetzlosen Methoden. Neue Umfragen zeigen sinkende Zustimmungswerte.

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Donald Trump: Senator warnt vor Trumps Manipulationstechniken bei den Zwischenwahlen. (Foto) Suche
Donald Trump: Senator warnt vor Trumps Manipulationstechniken bei den Zwischenwahlen. Bild: picture alliance/dpa | Susan Walsh
  • Schiff sieht Trump politisch im freien Fall
  • Vorwürfe möglicher Wahlmanipulation
  • Umfragen zeigen deutlichen Vertrauensverlust

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Wenige Monate vor den anstehenden Zwischenwahlen in den USA verschärft sich der politische Ton in Washington. Der demokratische Senator Adam Schiff sieht Präsident Donald Trump politisch angeschlagen und erhebt zugleich schwere Vorwürfe.

Sinkende Zustimmungswerte für den US-Präsidenten Donald Trump

Nach Einschätzung von Adam Schiff verliert Trump zunehmend Rückhalt in der Bevölkerung. In mehreren Abstimmungen seit Beginn seiner Amtszeit hätten sich Wählerinnen und Wähler gegen ihn positioniert, so der Senator aus Kalifornien. Aktuelle Umfragen zeichnen ein angespanntes Bild: Einer Erhebung zufolge bewerten nur rund 42 Prozent der Befragten Trumps Arbeit positiv, während mehr als die Hälfte sie ablehnt. Andere Institute kommen sogar auf noch niedrigere Zustimmungswerte. Für Schiff ist klar: Der politische Gegenwind nimmt zu und das bleibe im Weißen Haus nicht unbemerkt.

"Sein Ego hält das nicht aus"

In einem Fernsehinterview äußerte sich Schiff laut "Focus" ungewöhnlich deutlich. Mit Blick auf eine mögliche Wahlniederlage sagte er: "Sein Ego hält das nicht aus." Damit spielte er auf Äußerungen Trumps bei einem öffentlichen Auftritt in Washington an, bei dem der Präsident sinngemäß durchblicken ließ, eine erneute Niederlage schwer akzeptieren zu können. Schiff wertet diese Aussagen als Alarmsignal. Aus seiner Sicht deute vieles darauf hin, dass Trump bereits jetzt Strategien vorbereite, um ein ungünstiges Wahlergebnis infrage zu stellen.

Vorwürfe der Wahlbeeinflussung durch Donald Trump

Besonders brisant sind Schiffs Anschuldigungen, der Präsident könne versuchen, die Abstimmung im November zu untergraben. "Ich glaube, er plant, die Ergebnisse zu untergraben", erklärte der Demokrat. Sollte das Resultat nicht in seinem Sinne ausfallen, sei Trump womöglich bereit, juristische oder politische Schritte einzuleiten. Als Beispiel führt Schiff die Ereignisse nach der Präsidentschaftswahl 2020 an. Damals hatte Trump wiederholt behauptet, das Wahlergebnis sei manipuliert worden. Belege dafür legte er nicht vor. Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine FBI-Durchsuchung eines Wahlamts im Bundesstaat Georgia. Dabei wurden Unterlagen aus der Wahl 2020 sichergestellt. Trump hatte dort nur knapp verloren.

Kritik an Republikanern im Kongress rund um Donald Trump

Schiff äußerte zudem Zweifel daran, dass Trumps Parteikollegen im Kongress ihm im Ernstfall entgegentreten würden. Er sprach von möglichen "gesetzlosen Methoden" und warnte vor einer weiteren Erosion demokratischer Standards. Als wirksamstes Gegenmittel sieht der Senator eine hohe Wahlbeteiligung. Eine starke Mobilisierung der Bevölkerung sei der beste Schutz gegen Manipulationen.

Wirtschaft und Innenpolitik als Belastung

Neben der Wahlthematik belasten auch politische Inhalte das Image des Präsidenten. Steigende Lebenshaltungskosten und umstrittene Maßnahmen im Bereich der Einwanderungspolitik sorgen für Unzufriedenheit.

Umfragen zeigen, dass nur eine Minderheit mit der aktuellen Amtsführung zufrieden ist. Für Adam Schiff ist das ein deutliches Signal: Der Präsident stehe politisch unter Druck und die kommenden Monate könnten entscheidend werden.

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