Donald Trump: Republikaner-Mehrheit in Gefahr - US-Präsident droht Machtverlust

Donald Trump droht Ärger: Im Repräsentantenhaus könnte die knappe Mehrheit der Republikaner bald weiter schrumpfen. Wird der US-Präsident aufgrund eines vorzeitigen Rücktritts seine Agenda nicht mehr problemlos durchsetzen können?

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Donald Trump muss um die Mehrheit seiner Republikaner im Repräsentantenhaus fürchten. (Foto) Suche
Donald Trump muss um die Mehrheit seiner Republikaner im Repräsentantenhaus fürchten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Gerüchte um vorzeitigen Rücktritt des Kongressabgeordneten Neal Dunn (72) aus Florida
  • Republikaner müssten dadurch vorübergehend um knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus bangen
  • Nachfolger bringen sich bereits in Position

Bereits einige Monate vor den Zwischenwahlen in den USA muss Präsident Donald Trump (79) um die Mehrheit seiner Republikaner im Repräsentantenhaus bangen. Aktuell wird über einen vorzeitigen Rücktritt des Kongressabgeordneten Neal Dunn aus Florida spekuliert. Droht Trump deshalb ein Machtverlust?

Donald Trump vor neuen Problemen: Florida-Abgeordneter Neal Dunn könnte vorzeitig zurücktreten

Mit seiner Ankündigung, nicht erneut kandidieren zu wollen, sorgte Neal Dunn (72) bereits im Januar für Unruhe in den eigenen Reihen. Nun verdichten sich Hinweise, dass er seinen Sitz möglicherweise noch vor Ablauf seiner Amtszeit im Januar 2027 räumen könnte, wie die "Daily Mail" berichtet. Die Folgen könnten für die Trump-Partei verheerend sein: Die Republikaner halten im Repräsentantenhaus derzeit eine hauchdünne Mehrheit von 218 zu 214 Sitzen.Ein Ausscheiden Dunns vor der Nachwahl im März für den Sitz der zurückgetretenen Marjorie Taylor Greene würde das Kräfteverhältnis zunächst auf 217 zu 214 verschieben.

Knappe Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus in Gefahr

Die Republikaner könnten damit vor großen Herausforderungen bei der Verabschiedung von Gesetzen stehen, Trump könnte nicht mehr so einfach seine Agenda durchdrücken. Schließlich dürfte sich dann nur noch ein Abgeordneter gegen die Parteilinie stellen. Bei Stimmengleichheit würde ein Gesetz gemäß der Geschäftsordnung scheitern. Bereits jetzt hat der republikanische Repräsentantenhaus-Sprecher Mike Johnson (54) Schwierigkeiten, die gesamte Partei hinter sich zu bringen.Laut "Daily Mail" führte dies zu "einigen der längsten Abstimmungen in der Geschichte der USA".

Florida-Abgeordneter Neal Dunn äußert sich nicht zu Ruhestandsgerüchten

Neal Dunn wollte sich bislang nicht zu den Gerüchten um seinen vorzeitigen Rückzug äußern. In den vergangenen Wochen wurde über den Gesundheitszustand des 72-Jährigen spekuliert, da er öffentlich mit einer Gesichtsmaske auftrat. Mike Johnson sagte am Mittwoch gegenüber Reportern:

  • "Neal Dunn ist ein geschätztes Mitglied des Kongresses und ein großartiger Mann.Er hat uns ja mitgeteilt, dass er nicht zur Wiederwahl antreten wird. Ich habe ihn aber ermutigt, zu bleiben und weiterhin mitzuwirken, und ich glaube, das möchte er auch."

Wer wird Nachfolger von Trumps Parteikollegen?

Während Dunn schweigt, positionieren sich bereits potenzielle Nachfolger. Laut "Florida's Voice" erwägt Trump-Berater Alex Bruesewitz eine Kandidatur für den Wahlkreis. Dem 28-Jährigen wird zugeschrieben, Trump bei jüngeren Wählern populärer gemacht zu haben.

Doch auch aus dem Umfeld des Gouverneurs gibt es Ambitionen: Casey DeSantis, Ehefrau von Ron DeSantis, soll laut "Florida Politics" ebenfalls Interesse an dem Sitz haben. Damit könnte sich ein brisanter Vorwahlkampf zwischen dem Trump- und dem DeSantis-Lager anbahnen – ein Duell, das die innerparteilichen Spannungen der Republikaner erneut offenlegen würde.

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