Wladimir Putin News: Umfrage: Mehrheit für Gespräche zwischen Merz und Putin
Macron will direkt mit Putin sprechen, Merz ist da eher skeptisch. Die Mehrheitsmeinung der Deutschen trifft der Kanzler einer Umfrage zufolge damit nicht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Eine große Mehrheit der Deutschen ist für direkte Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 58 Prozent der Befragten, dass sie solche Gespräche eher oder sogar voll und ganz befürworten würden. Nur 26 Prozent sprachen sich dagegen aus.
Besonders groß ist der Wunsch nach direkten Kontakten zwischen Merz und Putin im eigenen Lager des CDU-Chefs Merz. Von den Wählern der Union sind der Umfrage zufolge 64 Prozent dafür, besonders niedrig ist die Zustimmung bei den Anhängern der Linken mit 47 Prozent.
Merz erinnert an Orban-Besuch
Der französische Präsident Emmanuel Macron dringt angesichts der bisher erfolglosen Vermittlungsbemühungen der USA auf direkte Gespräche der Europäer mit Putin. Merz hat sich dazu skeptisch geäußert. Er erinnerte kürzlich an einen Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Moskau, dessen Ergebnis wenige Tage später "heftigste Bombardements bis hin zu einem Kinderkrankenhaus in Kiew" gewesen seien. "Ich möchte keine Gespräche führen, die zu solchen Ergebnissen führen, sondern ich möchte alle Gespräche unterstützen, die dem Ziel dienen, diesen Krieg zu beenden", sagte Merz.
"Keine unabgestimmte Einzelmaßnahmen"
Die Europäer würden sich - wenn überhaupt - nur abgestimmt untereinander und mit der Ukraine und den USA in den Verhandlungsprozess einschalten, wenn es denn hilfreich wäre. "Aber wir werden sicher keine unabgestimmten Einzelmaßnahmen ergreifen, die zum Gegenteil dessen führen, was wir alle gemeinsam erreichen wollen", betonte Merz.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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