Anschlag in Moskau?: Mutmaßlicher Mord erschüttert Putin - Schüler (16) soll Kreml-Verbündeten erstochen haben
Dieser Fall wirft ein fragliches Licht auf die Sicherheitsvorkehrungen rund um Wladimir Putin: Aktuellen Berichten zufolge soll ein 16-jähriger Schüler in ein Regierungsgebäude nahe des Kremls eingedrungen sein und einen Verbündeten des Präsidenten getötet haben. Wird der Fall nun vertuscht?
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Bericht über mutmaßlichen Mord in Moskauer Regierungsgebäude
- 16-jähriger Schüler soll hochrangigen Beamten der russischen Internetzensur-BehördeRoskomnazdor erstochen haben
- Kreml hat den Fall bislang nicht offiziell bestätigt
- Es wird über mögliche Vertuschung gemutmaßt
Ein mutmaßliches Tötungsdelikt in seinem engsten Umfeld erschüttert Wladimir Putin:Ein 16-jähriger Schüler soll den hochrangigen russischen Internet-Zensor Alexei Belyaev in einem streng bewachten Regierungsgebäude im Zentrum Moskaus erstochen haben.
Schüler (16) tötet Kreml-Offiziellen in Moskau laut Bericht
Das Gebäude befindet sich nur wenige Minuten vom Kreml entfernt, wie der "Mirror" berichtet. Der Vorfall ereignete sich dem Bericht des britischen Boulevardblatts zufolge bereits am 19. Januar. Der Schüler soll Belyaev dabei ein Messer in die Brust gerammt haben. Der Kremlbeamte sei noch am Tatort verstorben.
Anschlag in Regierungsgebäude: Will Russland den Mord vertuschen?
Wie ein Jugendlicher in einen solch hochgesicherten Bereich gelangen und dort einen Anschlag verüben konnte, bleibt bislang ungeklärt. Der Junge soll sich bereits im Dezember vergangenen Jahres im Hauptgebäude der Aufsichtsbehörde Roskomnazdoraufgehalten haben. Von offizieller Seite wurde der Tod Belyaevs bislang jedoch nicht bestätigt. Mutmaßlich stecke eine Anweisung des russischen Inlandsgeheimdienst FSB dahinter, den Vorfall zu vertuschen, schreibt der "Mirror" weiter.
Tod von Internet-Zensor Alexei Belayev nicht offiziell bestätigt
Auf Telegram wird vermutet, dass der 16-Jährige seine Tat wochenlang geplant habe. Er soll Belyaevs Behörde wegen ihrer Zensurfunktion verachtet haben. Es sind jedoch keine Gerichtsakten öffentlich, die ein Verfahren wegen Mordes aus politischen oder ideologischen Gründen bestätigen. Auch über eine Festnahme im Zusammenhang mit Belyaevs Tod ist nichts bekannt.
Hat Wladimir Putin einen engen Verbündeten verloren?
Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich um einen engen Verbündeten von Präsident Wladimir Putin. Das Opfer war als führender Kopf der russischen Internetzensur bekannt. Belyaev arbeitete für Roskomnazdor als stellvertretender Leiter der Abteilung für Kommunikationskontrolle. Er ging gegen westliche Social-Media-Plattformen vor, die die russische Regierung als Bedrohung ansieht. Zu seinem Aufgabenbereich zählten die Blockade von Websites sowie die Verlangsamung von Twitter (X) und YouTube.
Auch diese News aus Russland und zum Ukraine-Krieg könnten Sie interessieren:
- Katastrophale Zahlen für Putin - neuer Bericht enthüllt historische Verluste
- "Russland nicht unterschätzen" - Militärhistoriker warnt vor Angriff auf die Nato
- Russen-Drohnen töten Zugpassagiere - Selenskyj spricht von "Terrorismus"
- Putin-Soldaten als Opfer? Russen-Blogger entsetzen mit Jammerei
- Putin-Soldaten von eigenen Kommandeuren gefesselt? Videos zeigen Misshandlungen
gom/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.