Donald Trump: Angriff auf Politikerin – Präsident verspottet das Opfer
Bei einer Rede in Minneapolis wird US-Abgeordnete Ilhan Omar aus dem Publikum heraus attackiert. US-Präsident Donald Trump reagiert mit Spott, während Omar unbeirrt weitermacht und deutliche Worte findet.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Mann spritzt Ilhan Omar bei öffentlichem Auftritt mit Flüssigkeit an
- Trump verspottet die Abgeordnete nach dem Vorfall öffentlich
- Omar setzt Rede fort und betont die Stärke Minnesotas
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Ein Vorfall bei einer öffentlichen Veranstaltung in Minneapolis sorgt für Empörung und politische Debatten. Die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar wurde während einer Rede aus dem Publikum heraus attackiert. Kurz darauf meldete sich US-Präsident Donald Trump mit einer herabwürdigenden Reaktion zu Wort.
Flüssigkeit aus dem Publikum auf Abgeordnete gespritzt
Ilhan Omar sprach gerade über das harte Vorgehen von Bundesbehörden in Minneapolis und forderte den Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem, als es zu dem Zwischenfall kam. Ein Mann stand plötzlich auf, ging in Richtung Podium und spritzte der Politikerin eine bislang unbekannte Flüssigkeit entgegen. Begleitet wurde der Angriff von Beschimpfungen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte umgehend eingreifen, den Mann zu Boden bringen und aus dem Saal führen. Nach ersten Einschätzungen versuchte der Angreifer nicht, Omar körperlich weiter anzugreifen.
Just spoke to Pres. Trump. I asked him if he had seen the video of Rep. Omar being attacked and sprayed by a substance.
— Rachel Scott (@rachelvscott) January 28, 2026
“No. I don't think about her. I think she's a fraud. I really don't think about that. She probably had herself sprayed, knowing her,” the president said.
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Donald Trump macht sich über den Vorfall lustig
Auf den Angriff, von Rachel Scott, leitende politische Korrespondentin für das Weiße Haus, angesprochen, reagierte Donald Trump mit Spott. Er erklärte, das Video nicht gesehen zu haben und äußerte abfällige Bemerkungen über Ilhan Omar. Unter anderem deutete er an, sie könne den Vorfall selbst inszeniert haben. Die Aussagen lösen erneut Kritik aus, da Trump die Demokratin seit Jahren öffentlich attackiert.
Omar zeigt sich kämpferisch und setzt Rede fort
Die 43-Jährige ließ sich von dem Angriff aber nicht stoppen und führte ihre Rede fort. Angreifer dürften nicht darüber entscheiden, wie politische Diskussionen enden, erklärte Omar vor dem Publikum. Minnesota und seine Bevölkerung seien widerstandsfähig und ließen sich nicht einschüchtern. Ihre Worte wurden mit Applaus und Jubel aufgenommen. Später teilte Omar auf der Plattform X mit, dass es ihr gut gehe. Ein einzelner Störer werde sie nicht davon abhalten, ihre Arbeit fortzusetzen.
Nach Angaben ihres Büros wurde Omar mit einer Spritze bespritzt. Welche Substanz verwendet wurde, ist bislang nicht bekannt. Der Angreifer wurde festgenommen, die Ermittlungen dauern an.
Omar seit Jahren Ziel verbaler Angriffe
Donald Trump greift Ilhan Omar immer wieder scharf an. In der Vergangenheit hatte er ihr laut "Focus" unter Verweis auf ihre somalischen Wurzeln nahegelegt, die USA zu verlassen. Zudem machte er sich über ihr Kopftuch lustig und verwendete abwertende Bezeichnungen. Kritiker werten diese Angriffe als rassistisch. Auch aus dem konservativen Lager gilt Omar als Feindbild, nicht zuletzt wegen ihrer linken politischen Positionen und ihrer offenen Haltung.
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