Doomsday Clock 2026: Kurz vor Mitternacht - Forscher warnen vor einer drohenden globalen Katastrophe
Die Zeiger der Doomsday Clock sind näher an Mitternacht gerückt. Forscher warnen damit vor drohenden Katastrophen für die Menschheit. Sie machen vier zentrale Punkte aus, die zur Gefahr werden können.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Doomsday Clock 2026: Wissenschaftler drehen Zeiger auf 85 Sekunden vor Mitternacht.
- Weltuntergangsuhr soll vor möglichen globalen Katastrophen warnen.
- Forscher sind wegen KI, Biowaffen, dem Klimawandel und Kriegen besorgt.
85 Sekunden bis Mitternacht: So nah standen die Zeiger der Doomsday Clock (Weltuntergangsuhr) noch nicht vor zwölf Uhr. Angesichts der instabilen Weltlage haben Wissenschaftler am 26. Januar mit der Umstellung vor einer möglichen globalen Katastrophe gewarnt.
Doomsday Clock 2026: Angst vor Katastrophen wächst
Sorge bereiteten unter anderem aggressives Verhalten der Nuklearmächte Russland, China und USA, die Klimakrise, Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie mögliche Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, teilten die Forscherinnen und Forscher des "Bulletin of the Atomic Scientists" in Washington mit. Die Uhr funktioniert dabei nicht als tatsächlicher Countdown, sondern verdeutlicht die wachsenden Gefahren für unsere Zivilisation.
Wissenschaftler warnen Menschheit: Spiegelleben und KI als biologische Waffen
Die Vorstellung von synthetischem Spiegelleben klingt wie aus einem Science-Fiction-Film. Dabei geht es um die Erschaffung vollständiger Organismen – einschließlich Bakterien – aus gespiegelten Versionen jener Moleküle, die alles natürliche Leben ausmachen. Außerdem sorgen sich die Wissenschaftler über Entwicklung künstlicher Intelligenz. Diese eröffnet eine völlig neue Kategorie biologischer Risiken, berichtet der britische "Express". KI könnte potenziell zur Entwicklung bisher unbekannter Krankheiten oder Erreger eingesetzt werden, gegen die Menschen keinerlei Abwehr besitzen. Die Experten verweisen zudem auf wachsende Bedenken hinsichtlich staatlicher Biowaffenprogramme. Internationale Abkommen zur Eindämmung solcher Programme haben sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert.
Klimawandel: Gletscher verschwinden, immer mehr Extremwetterereignisse
Der Klimawandel zeigt seine verheerenden Auswirkungen bereits deutlich. Das unaufhaltsame Schmelzen von Gletschern weltweit hat den Meeresspiegel merklich ansteigen lassen. Kolumbiens Conejeres-Gletscher ist verschwunden, und Venezuela verlor 2024 als erstes modernes Land sämtliche seiner Gletscher. Die Klimakrise verstärkt extreme Wetterereignisse rund um den Globus. Verheerende Dürreperioden treffen Peru und weite Teile Afrikas. Tödliche Hitzewellen suchten Europa heim. Im Kongobecken und in Brasilien haben katastrophale Überschwemmungen Hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.
Forscher besorgt wegen Putins Atomwaffendrohungen und Kriegen
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine ist von destabilisierenden Taktiken und verschleierten Drohungen Moskaus über einen möglichen Einsatz von Nuklearwaffen geprägt. Im Mai kam es zwischen Indien und Pakistan zu grenzüberschreitenden Drohnen- und Raketenangriffen. Im Juni griffen Israel und die USA iranische Atomanlagen an – die Folgen sind noch unklar. Gleichzeitig steht das letzte bedeutende Abrüstungsabkommen zwischen Washington und Moskau kurz vor dem Auslaufen. Berichten zufolge erwägen die Vereinigten Staaten zudem eine Rückkehr zu Atomwaffentests. Diese Entwicklung schürt Befürchtungen vor einem neuen nuklearen Wettrüsten.
Zeiger der Weltuntergangsuhr nah an Mitternacht gerückt
In den vergangenen Jahren waren die Zeiger der Uhr immer näher an Mitternacht herangerückt - von 100 Sekunden auf 90 und im vergangenen Jahr dann auf 89. Mit 85 Sekunden stehen die Zeiger nun so nah an Mitternacht wie noch nie zuvor in der Geschichte der "Weltuntergangsuhr". Damit ist den Forschern zufolge die Gefahr, dass sich die Menschheit durch einen Atomkrieg oder die selbst verschuldete Erderhitzung auslöscht, inzwischen so groß wie nie zuvor seit Erfindung der Uhr 1947. Der symbolische Stand der Uhr wird einmal im Jahr mitgeteilt.
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bos/mlk/news.de/dpa/stg
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