Donald Trump: US-Präsident droht Ukraine - kein Schutz ohne Donbass‑Abgabe

Die Trump-Regierung stellt die Ukraine angeblich vor die Wahl: Entweder Kiew gibt die Donbass-Region an Russland ab - oder es erhält keine amerikanischen Sicherheitsgarantien. Das würde den Forderungen von Wladimir Putin entsprechen.

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Donald Trump (rechts) soll Wolodymyr Selenskyj "die Pistole auf die Brust gesetzt haben". (Foto) Suche
Donald Trump (rechts) soll Wolodymyr Selenskyj "die Pistole auf die Brust gesetzt haben". Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Trump setzt Ukraine angeblich Pistole auf die Brust
  • Ukraine-Krieg aktuell: Kiew weigert sich, besetzte Gebiete an Putin zu geben
  • Wladimir Putin würde sein Ziel erreichen
  • Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi bringen keine Einigung

Die US-Regierung unter Donald Trump setzt die Ukraine bei Friedensverhandlungen angeblich massiv unter Druck. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, verknüpft Washington Sicherheitsgarantien für Kiew mit territorialen Zugeständnissen.

Trump setzt Ukraine angeblich Pistole auf die Brust

Die Ukraine müsse demnach die Donbass-Region im Osten des Landes an Russland abtreten. Die amerikanische Position entspricht damit exakt der Forderung von Kreml-Chef Wladimir Putin. Nach Einschätzung der USA sei die Aufgabe des Donbass notwendig, um den Krieg beenden zu können. Dies bedeutet faktisch, dass Washington bereit ist, Moskaus territorialen Ansprüchen nachzugeben und die Ukraine zu Gebietsverlusten zu drängen.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew weigert sich, besetzte Gebiete an Putin zu geben

Die ukrainische Regierung lehnt eine freiwillige Räumung eigener Territorien kategorisch ab. Derzeit hält Kiew noch etwa ein Fünftel der Donbass-Fläche unter seiner Kontrolle. Moskau fordert hingegen die vollständige Übergabe der gesamten östlichen Region.

Für Kiew stellt die Haltung der USA einen schweren Schlag dar. Sicherheitsgarantien aus dem Ausland, besonders von amerikanischer Seite, sind für die Ukraine von existenzieller Bedeutung. Nun sollen diese Zusagen an territoriale Zugeständnisse gebunden werden, die einer Kapitulation gleichkommen würden.

Wladimir Putin würde sein Ziel im Ukraine-Krieg erreichen

Erst vor wenigen Tagen hatte Präsident Selenskyj seine Hoffnungen öffentlich bekundet. Am Sonntag erklärte er, ein Abkommen über amerikanische Sicherheitsgarantien für sein Land sei "zu 100 Prozent" ausgearbeitet. Lediglich die Unterzeichnung stehe noch aus, so der ukrainische Staatschef.

Diese positive Einschätzung steht im krassen Gegensatz zu den neuesten Enthüllungen. Statt einer bedingungslosen Sicherheitszusage knüpft die Trump-Administration ihre Garantien an territoriale Opfer. Die Ukraine soll demnach Gebiete an den russischen Aggressor abgeben - genau das, was Moskau seit Beginn der Invasion fordert.

Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi bringen keine Einigung

Am vergangenen Wochenende fanden in Abu Dhabi Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Delegationen statt. Die Vereinigten Staaten fungierten dabei als Vermittler bei den Friedensverhandlungen. Die Zusammenkunft am Freitag und Samstag sollte eine Annäherung der verfeindeten Parteien ermöglichen.

Nach Abschluss der Gespräche musste Selenskyj jedoch einräumen, dass Kiew und Moskau in grundlegenden Fragen weiterhin auseinanderliegen. Besonders beim Thema territoriale Integrität der Ukraine gebe es fundamentale Differenzen zwischen beiden Seiten. Der Präsident betonte, Washington bemühe sich um eine Kompromisslösung.

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