Alexej Schurawljow: "Trump gehört wieder uns!" Putin-Propagandisten spotten über US-Präsidenten
Vier Stunden verhandelte Wladimir Putin mit den Sondergesandten von Donald Trump. Im russischen Staatsfernsehen sprechen Propagandisten von ignorierten Europäern, möglichen Milliardenfonds und einer klaren Forderung an die Ukraine. Am Ende fällt ein Satz, der aufhorchen lässt: "Trump gehört wieder uns."
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Russisches Staatsfernsehen feiert vierstündige Gespräche zwischen Putin und Trumps Gesandten – Details bleiben geheim.
- Russische Experten spotten über Europa: Trump ignoriere die EU und öffne Tür für Milliarden-Deals.
- Im Staatsfernsehen fällt ein Triumph-Satz: "Ab dieser Woche gehört Trump wieder uns."
Im russischen Staatsfernsehen diskutierten Moderatorin Olga Skabejewa und ihre Gäste in der Sendung "60 Minuten" über die jüngsten Kreml-Gespräche mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump. Die Verhandlungen dauerten vier Stunden. Wladimir Putin empfing dabei die Sondergesandten von Donald Trump. Neben dem Ukraine-Konflikt standen offenbar auch wirtschaftliche Themen auf der Agenda. Über Details der Gespräche wollte sich Moskau öffentlich nicht äußern.
Europa bei Verhandlungen mit Wladimir Putin außen vor: Kreml-Propagandisten spotten über die EU
Der Militärexperte Igor Korotschenko erklärte in der Sendung, Europa habe nach den Gesprächen in Anchorage alles versucht, um eine russisch-amerikanische Einigung zu verhindern. Diese Möglichkeit bestehe nun nicht mehr, da Trump die EU schlicht ignoriere. "Deshalb brüllen sie jetzt in Rom, Paris und anderen europäischen Hauptstädten", so Korotschenko. Außerdem skizzierte er wirtschaftliche Perspektiven: Nach einem vollständigen Abzug ukrainischer Truppen könnten amerikanische Unternehmen an Projekten auf den "neuen russischen Territorien" beteiligt werden. Zudem könnte Trump Europa unter Druck setzen, eingefrorene russische Vermögenswerte von Euroclear in einen russisch-amerikanischen Wirtschaftsfonds zu überführen. "50 oder 100 Milliarden" könnten so für eine Partnerschaft genutzt werden, spekulierte der Experte.
Dmitri Nowikow, leitender Forscher am Zentrum für Zentralasienstudien, analysierte die amerikanische Haltung. Trump habe mit den Europäern überhaupt nicht über die Ukraine gesprochen – ein deutliches Signal. Die grundlegenden Fragen blieben jedoch ungelöst: der Status einer Nachkriegs-Ukraine, Sicherheitsgarantien und territoriale Ansprüche. Seine Einschätzung der US-Strategie: "Die Amerikaner warten einfach ab. Sie haben uns eine Gelegenheit gegeben: 'Nehmt es euch, wir helfen euch nicht, ihr seid nicht unsere Verbündeten, aber wir werden euch auch nicht wirklich im Weg stehen.'" Skabejewa reagierte zustimmend: "Diese Option passt uns gut." Nowikow ergänzte, die Amerikaner würden bereits die Infrastruktur für ein künftiges Abkommen schaffen.
"Trump gehört wieder uns!" Putin-Propagandisten freuen sich über Geheimgespräche
Zum sogenannten "Friedensrat" äußerte sich Duma-Abgeordneter Alexej Schurawljow. Die Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff habe einen Teilnehmer lediglich als "Josh" vorgestellt – dieser sei als wichtiger Berater für das Friedensgremium nach Moskau gekommen. Schurawljow verglich die Struktur mit einem Vorstand: "Es ähnelt einem Aufsichtsrat mit Trump als Vorsitzendem und allen anderen als Direktoren." Skabejewa schlug vor, man habe bewusst Verständnis gezeigt, um Trump nicht zu verärgern: "Du willst eine Milliarde? Nimm sie, aber gib unsere Vermögenswerte frei." Das Gremium sei letztlich ein "Rat zur Freigabe unserer Vermögenswerte". Schurawljow zog ein triumphales Schlusswort: "Ab dieser Woche gehört Trump wieder uns."
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bua/gom/news.de
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