Ukraine-Krieg: Russische Ölraffinerie angegriffen - Putins Einnahmen-Fiasko prognostiziert
In der Nacht zum Sonntag traf erneut ein ukrainischer Drohnenangriff eine Ölraffinerie in Südrussland. Damit setzt die Ukraine ihre Angriffe auf den russischen Energiesektor fort, wodurch auf Putin finanzielle Probleme zukommen könnten.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Drohnenangriff auf russische Ölraffinerie in der russischen Kleinstadt Slowjansk-na-Kubani.
- Die Region Krasnodar wurde zuletzt immer wieder Ziel ukrainischer Gegenschläge.
- Wladimir Putins Einnahmen aus dem Energiesektor sollen enorm fallen.
Dem ukrainischen Militär ist offenbar ein weiterer Schlag gegen Russlands Ölindustrie gelungen. In der Nacht zum 26. Januar haben ukrainische Drohnen offenbar eine Ölraffinerie in der südrussischen Stadt Slowjansk-na-Kubani in der Region Krasnodar getroffen, berichten Telegram-Kanäle.
Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf russische Ölraffinerie
Anwohner veröffentlichten in sozialen Medien Aufnahmen, die einen leuchtend orangefarbenen Nachthimmel über dem Gebiet der Raffinerie zeigen. Nach Angaben des regionalen Krisenstabs stürzten Drohnentrümmer auf das Gelände von "zwei Unternehmen". Eine Person wurde mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Über das Ausmaß der Schäden liegen bislang keine Informationen vor.
Ukraine zielt auf Wladimir Putins Energiesektor
Der nächtliche Angriff fügt sich in die ukrainische Strategie ein, gezielt russische Öl- und Gasanlagen ins Visier zu nehmen. Kiew will damit Moskaus wichtigste Einnahmequelle zur Kriegsfinanzierung schwächen. Die Region Krasnodar ist aufgrund ihrer Lage gegenüber der besetzten Krim ein regelmäßiges Ziel solcher Attacken.
Die Berichte sind nicht neu. Erst am 22. Januar 2026 trafen ukrainische Drohnen das Ölterminal Tamanneftegaz in derselben Region, wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte. An Weihnachten 2025 brannten nach einem ukrainischen Drohnenangriff in der Hafenstadt Temrjuk Tanks mit Ölprodukten lichterloh. Bei ihren Angriffen nutzt die Ukraine hauptsächlich selbst entwickelte Drohnen. Der Grund: Sie sind günstig und machen das angegriffene Land unabhängig von Lieferungen. Somit kann sich die Ukraine trotz Lieferengpässen oder -ausfällen weiterhin in der Luft verteidigen.
Wichtige Einnahmen sinken: Putins Kriegskasse schrumpft
Die Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur zeigen offenbar Wirkung. Laut Berechnungen von "Reuters" vom 19. Januar dürften die Steuereinnahmen aus dem Energiesektor im Januar um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einbrechen. Die Einnahmen würden demnach auf rund 420 Milliarden Rubel (etwa 5,42 Milliarden US-Dollar) fallen – der niedrigste Stand seit August 2020. Öl- und Gaseinnahmen machen etwa ein Viertel des russischen Staatshaushalts aus und sind damit zentral für die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine.
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bos/news.de/stg
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