Donald Trump: "The Don" suhlt sich vor anrollendem Monstersturm in Verschwörungstheorien

Minus 45 Grad, 160 Millionen Menschen in Gefahr und ein Präsident, der fragt: "Was ist eigentlich aus der globalen Erwärmung geworden?" Der Monstersturm über den USA wird zur Bühne für Trumps nächsten Angriff auf die Klimawissenschaft.

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Donald Trump giftet immer wieder gegen Klimaexperten und zweifelt weiter stur an, dass der Klimawandel existiert. (Foto) Suche
Donald Trump giftet immer wieder gegen Klimaexperten und zweifelt weiter stur an, dass der Klimawandel existiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Heftiger Wintersturm nimmt Kurs auf US-Ostküste und Mittleren Westen
  • Donald Trump ätzt vor nahendem Wintersturm gegen Klimaexperten
  • "Was ist aus der globalen Erwärmung geworden?" US-Präsident verfällt erneut in Verschwörungstheorie

Die USA wappnen sich für den nahenden "Monstersturm": Der US-amerikanischen Ostküste, dem Mittleren Westen und dem Süden der Vereinigten Staaten droht Wettervorhersagen zufolge ein heftiger Wintersturm. Rund 160 Millionen Menschen sind von den aktuellen Wetterwarnungen betroffen. Die Behörden warnen eindringlich vor einer lebensbedrohlichen Situation. "Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen", erklärte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Die erwartete Kälte könne "absolut tödlich" sein. In einigen Regionen drohen extreme Minusgrade. Der Wetterdienst prognostiziert für Teile von Minnesota und North Dakota Temperaturen von bis zu minus 45 Grad Celsius.

Heftiger Wintersturm rollt auf USA zu - mehrere Bundesstaaten rufen Notlage aus

Den Prognosen zufolge dürfte das winterliche Unwetter eines der schwersten werden, das die USA seit Jahren erlebten. In einem Dutzend Bundestaaten - darunter in New York, Texas, Georgia, Alabama, Missouri oder Maryland - wurde bereits der Notstand ausgerufen. Auch Donald Trump dürfte das winterliche Spektakel nach seiner Rückkehr nach Washington vom Weltwirtschaftstreffen in Davos hautnah miterleben - doch anstatt seine Landsleute auf die nahende Unwetterfront vorzubereiten, spuckt der US-Präsident lieber Gift und Galle und ergeht sich in altbekannte Verschwörungstheorien zum Klimawandel.

Donald Trump tobt gegen Klimaexperten wegen nahendem "Monstersturm"

Während die Bundesstaaten Notfallmaßnahmen koordinieren, nutzte US-Präsident Donald Trump das Extremwetter für einen wutentbrannten Angriff auf Umweltschützer. Auf seiner Plattform "Truth Social" fragte er provokant: "Könnten die Umweltaktivisten bitte erklären – WAS IST EIGENTLICH AUS DER GLOBALEN ERWÄRMUNG GEWORDEN???"

Zudem bezeichnete der Republikaner Klimaschützer als "Umwelt-Aufständische" und verwies auf die Rekordkältewelle, die 40 Bundesstaaten treffen soll. So etwas habe man selten zuvor gesehen, schrieb er. Für Trump ist die Verbalattacke auf Klimaexperten kein Novum: Der Präsident stellt die Existenz des Klimawandels regelmäßig in Frage. Bereits vor Monaten hatte er die wissenschaftlichen Erkenntnisse als "größten Betrug" bezeichnet. Auch in seiner zweiten Amtszeit hält Trump an dieser Position fest, die dem wissenschaftlichen Konsens widerspricht.

Donald Trump pfeift auf wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel

Donald Trumps Behauptungen stehen im Widerspruch zu gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Klimawandel bedeutet nicht, dass Kälteperioden oder Winterstürme verschwinden. Vielmehr beschreibt er einen langfristigen Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass extreme Wetterereignisse im Zuge der Erderwärmung sogar häufiger und intensiver auftreten. Dazu gehören nicht nur Hitzewellen und Dürren, sondern auch heftige Stürme und starke Niederschläge. Der aktuelle "Monstersturm" mit seinen arktischen Temperaturen ist somit kein Beweis gegen den Klimawandel. Im Gegenteil: Solche Extremwetterereignisse fügen sich in das Muster ein, das Klimaforscher seit Jahren prognostizieren.

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