Ukraine-Krieg aktuell: Schlag gegen Putins Energieanlagen - Wärmekraftwerk in Orjol zerstört

In der russischen Stadt Orjol wurde ein Wärmekraftwerk offenbar zerstört. Die Anlage ging in Rauch auf. Hinter dem Angriff soll eine Rakete stecken. Aufnahmen zeigen, den schnellen Einschlag.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Die Ukraine zielte erneut auf Putins Gebiet. Ein russisches Wärmekraftwerk wurde offenbar zerstört. (Foto) Suche
Die Ukraine zielte erneut auf Putins Gebiet. Ein russisches Wärmekraftwerk wurde offenbar zerstört. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Wärmekraftwerk in der russischen Stadt Orjol zerstört
  • Video soll Raketeneinschlag in Energieanlage zeigen
  • Kraftwerk wurde bereits in der Vergangenheit zum Ziel

Ein Angriff in der zentralrussischen Stadt Orjol versetzte einer Energieanlage einen heftigen Schlag. Im Dunkeln soll ein Wärmekraftwerk getroffen worden sein. Videoaufnahmen zeigen das Ausmaß des Vorfalls.

Russisches Wärmekraftwerk getroffen

Teilweise verwackelte Aufnahmen verbreiteten sich auf der Plattform X. In einem vom Account WarTranslated geteilten Video, schwenkt die Kamera von einem Gebäude zu dem Wärmekraftwerk. Darin ist zu sehen, wie immer mehr Rauch aufsteigt. Laut einem Bericht soll es sich um das Wärmekraftwerk Orlovskaya handeln. Ob es Schäden oder sogar Verletzte gab, ist unklar. Offizielle Berichte gibt es bislang nicht. Das gilt auch für die Ursache für den Angriff.

Angriff mit Superwaffe "Flamingo"? Video zeigt Einschlag

Es wird vermutet, dass eine "Flamingo"-Rakete in die Anlage flog. Das sollen Aufnahmen beweisen. Darin ist eine Art Feuerball am Himmel zu sehen, der sich in Sekundenschnelle in Richtung des Wärmekraftwerks bewegt. Das Objekt trifft das Gebäude. Die Dunkelheit färbt sich nach dem Treffer rot-orange. Vermutlich löste der Einschlag einen Brand aus. Auch hier fehlen Daten und Fakten, die den Bericht stützen. Das macht es derzeit unmöglich, die Angaben zu verifizieren.

Die "Flamingo"-Rakete gehört zu den wichtigsten Waffen im Waffenarsenal des ukrainischen Militärs. Sie kann Ziele in bis zu 3.000 Kilometer Entfernung treffen und über 1.100 Kilogramm Sprengstoff tragen. Das sind nur zwei der Besonderheiten, die die Rakete auszeichnen.

Ukraine versetzt Putins kritischer Infrastruktur empfindliche Schläge

Die Stadt Orjol wurde bereits zum Ziel für Luftangriffe. Im Oktober meldeten russische Medien und Telegram-Kanäle Vorfälle in der Stadt, bei denen ein Kraftwerk getroffen wurde. Auch Wochen vor der jüngsten Attacke sollen Anlagen attackiert worden sein, berichtet "Kyiv Post". Ob es sich um den aktuellen Fall handelt, lässt sich aus den Angaben nicht eindeutig schließen.

Mit derartigen Angriffen wehrt sich die Ukraine über die Landesgrenze hinweg. Das Militär fokussiert sich in seiner Verteidigungsstrategie auf die kritische Infrastruktur. dazu gehören neben Ölanlagen auch Kraftwerke.

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