Wladimir Putin: Brisante Analyse belastet Kremlchef schwer - Putin total gescheitert
Es ist eine besondere Abrechnung. Finnlands Präsident Alexander Stubb zieht eine vernichtende Bilanz für Wladimir Putin: Der Kremlchef habe keines seiner strategischen Ziele erreicht, sondern genau das Gegenteil bewirkt.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin scheitert im Ukraine-Krieg
- Kremlchef erreichte das Gegenteil seiner Ziele
- Russland "von Expansion und Imperialismus" geprägt
- Oligarchen könnten Wladimir Putin zum Verhängnis werden
Der finnische Präsident Alexander Stubb zieht eine ernüchternde Bilanz für Wladimir Putin. In einem Gespräch mit der "Washington Post" erklärte das Staatsoberhaupt, dass der Kremlchef keines seiner strategischen Ziele erreicht habe. Die Ukraine sollte ursprünglich binnen drei Tagen fallen, doch nun zieht sich der Krieg bereits fast vier Jahre hin.
Wladimir Putin scheitert im Ukraine-Krieg
Stubb beschreibt die Lage als einen zähen Abnutzungskrieg mit verheerenden menschlichen Verlusten. Militärisch kontrolliert Russland zwar mittlerweile 20 Prozent des ukrainischen Territoriums. In den vergangenen 1.000 Tagen habe Moskau jedoch lediglich etwa ein Prozent an Boden gewonnen, so der finnische Präsident. Solange die westliche Militärhilfe anhalte, fühle er sich mit der aktuellen Situation verhältnismäßig komfortabel, erklärte Stubb. Finnland selbst habe gerade sein 31. Unterstützungspaket für die Ukraine bereitgestellt.
Kremlchef erreichte das Gegenteil seiner Ziele
Der finnische Staatschef listete konkret auf, wo Moskaus Strategie gescheitert sei.
- Die Übernahme der Ukraine habe Putin nicht erreicht, stattdessen sei das Land noch stärker nach Europa ausgerichtet.
- Die Nato habe sich nicht gespalten, sondern mit Schweden und Finnland zwei neue Mitglieder hinzugewonnen.
- Auch die transatlantischen Beziehungen hätten trotz vereinzelter Spannungen langfristig Bestand, so Stubb.
- Europa stehe geeinter da als zuvor. Die Verteidigungsausgaben seien entgegen Putins Interessen auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts angestiegen.
Aus russischer Perspektive betrachtet, entwickelten sich die Dinge nicht in die gewünschte Richtung, resümierte der Präsident. Keine der strategischen Absichten sei aufgegangen.
Wladimir Putins Russland "von Expansion und Imperialismus" geprägt
Der finnische Präsident analysierte auch die ideologischen Antriebe des Kremlchefs. Russlands genetischer Code sei nach wie vor von Expansion und Imperialismus geprägt, erklärte Stubb. Putin verfolge das Konzept "Russkiy Mir" - Großrussland -, das eine einheitliche Vision propagiere.
- Dieses Weltbild basiere auf der Idee eines einzigen Russlands - mit einer gemeinsamen Sprache, einer Religion und einem Anführer, so der finnische Staatschef.
- Putin betrachte den Zusammenbruch der Sowjetunion weiterhin als große Tragödie. Diese Sichtweise präge sein politisches Handeln fundamental.
Stubb warnte, dass die größere Bedrohung nicht unbedingt für Nato-Staaten wie die baltischen Länder, Finnland oder Polen bestehe. Vielmehr seien die zentralasiatischen Staaten und der südliche Kaukasus gefährdet.
Wladimir Putin: Oligarchen könnten ihm zum Verhängnis werden
Die wirtschaftliche Lage Russlands bezeichnete Stubb als prekär. Zinssätze und Inflation lägen im zweistelligen Bereich. Die russische Volkswirtschaft weise in diesem Jahr ein Nullwachstum auf und verfüge über keine nennenswerten Reserven mehr.
Besonders belastend seien die hohen Zahlungen an Familien gefallener Soldaten. Moskau zahle über 100.000 Dollar für jeden getöteten Kämpfer - ein Paket, das Stubb als "Putins Mutterschaftspaket" bezeichnet. Die Frage sei, wie lange diese Belastungen tragbar blieben.
Als möglichen Wendepunkt identifizierte der finnische Präsident die russischen Oligarchen. Wenn diese erkennen, dass die Situation aussichtslos sei, könnte ein Ende des Krieges eingeleitet werden. Öffentlich sichtbare Risse in dieser Elite gebe es allerdings noch nicht, räumte Stubb ein. Man höre lediglich Andeutungen in diplomatischen Kreisen.
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rut/news.de
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