Donald Trump: Pläne um seinen Friedensrat schüren Angst vor Machtverlust in Europa
Donald Trump könnte seinen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos dazu nutzen, seinen Friedensrat ins Leben zu rufen. Laut einem Bericht soll der US-Präsident mit seinem Gremium mehr Einfluss erhalten, was die Europäer besorgen soll.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump besucht das Weltwirtschaftsforum in Davos.
- In Europa soll eine große Angst davor herrschen, dass der US-Präsident seinen Friedensrat ins Leben ruft.
- Sorge vor Machtverlust, falls Trump die Vereinten Nationen (UN) verlässt.
Donald Trumps Besuch auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos wird mit Spannung erwartet. Denn der US-Präsident versetzte die Europäer mit seiner Zollandrohung gegen Deutschland und andere Länder in Aufregung, falls Dänemark die Arktisinsel Grönland nicht in die Hände der USA geben will. Doch eine andere Sorge soll die Politiker beschäftigen: Trump könnte seinen Friedensrat (Board of Peace) in den Schweizer Bergen starten und sich somit von den Vereinten Nationen (UN) lossagen.
Donald Trump verschickt Einladungen: US-Präsident eröffnet in Davos seinen Friedensrat?
Durch den Friedensrat könnte der 79-Jährige mehr Einfluss auf der politischen Bühne nehmen, indem er das Gremium führt, seinen Nachfolger selbst bestimmt oder Mitglieder, bei Entscheidungen überstimmt, berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Informationen von Personen, die sich mit den innereuropäischen Diskussionen auskennen sollen. Für seinen Rat will er mehrere Länder für sich gewinnen. Trump soll neben Deutschland die Ukraine, Frankreich, Russland und China eingeladen haben. Seinem Gesuch folgen offenbar Länder wie Albanien, Ungarn oder Belarus.
Europas Angst vor Machtverlust und Trumps Wut
Nach Angaben der Informanten hätten die Europäer über Trumps Vorhaben kaum Informationen erhalten. Sollte Trump den Friedensrat aufbauen, käme das laut der Zeitung einem Machtverlust für Europa gleich. Zudem befürchten die Länder Trumps impulsive Art, wenn sie seiner Einladung nicht folgen sollten. Wie wütend der US-Präsident wird, wenn er seinen Willen nicht bekommt, zeigte er nicht nur im Grönland-Streit, sondern auch gegenüber Frankreich. Er drohte dem Land mit hohen Strafzöllen, unter anderem auf Wein.
Gaza fehlt plötzlich: Das hat Trumps Friedensrat vor
Der Friedensrat ist keine überraschende Erfindung von Trump. Er sprach in Bezug auf den Gaza-Deal, der den Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas beenden soll, von seinen Plänen. Der Rat war dafür gedacht die neu eingesetzte Regierung im Gazastreifen zu kontrollieren, was auch beim UN-Sicherheitsrat auf Zustimmung stieß. Davon ist Monate später keine Rede mehr. Gaza soll nicht mehr vorkommen. Es heißt nur, dass sich das Gremium um den Frieden in von Konflikten bedrohten Gebieten kümmern wolle. Es wird sich zeigen, ob Donald Trump in Davos seinen Friedensrat eröffnet und sich von der UN lossagt.
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bos/bua/news.de
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