Kim Jong Un in Panik: Donald Trump schürt Angst vor "Enthauptung" bei Nordkorea-Machthaber

Als Donald Trump US-Spezialkräfte in Venezuela zuschlagen ließ, hielt die Welt den Atem an - auch in Nordkorea soll die Gefangennahme von Präsident Maduro für Panik gesorgt haben. Offenbar fürchtet Kim Jong Un, der Nächste auf der Abschussliste zu sein.

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Kim Jong Un offenbart seine größte Angst: dass US-Spezialkräfte als Nächstes in Pjöngjang zuschlagen könnten. (Foto) Suche
Kim Jong Un offenbart seine größte Angst: dass US-Spezialkräfte als Nächstes in Pjöngjang zuschlagen könnten. Bild: picture alliance/dpa/YNA | -

Die Welt hielt kollektiv den Atem an, als Donald Trump wenige Tage nach dem Jahreswechsel seinen Venezuela-Plan in die Tat umsetzte und nicht nur Luftangriffe auf das südamerikanische Land fliegen ließ, sondern auch den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores von Spezialkräften festnehmen und außer Landes bringen ließ. Nun ist in einem aktuellen Beitrag von "The Daily Beast" die Rede davon, dass der US-Angriff auf Venezuela vor allem in Nordkorea blanke Panik ausgelöst haben soll.

Panik bei Kim Jong Un: Steht der Nordkorea-Machthaber als nächstes auf Trumps Abschussliste?

Den Ausführungen zufolge soll sich bei Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un massive Unruhe breitgemacht haben, nachdem Donald Trump Venezuelas Präsident Maduro in einer Nacht-und-Nebel-Aktion überwältigen ließ. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll es nun dämmern, dass er selbst Ziel einer vergleichbaren Blitzoperation werden könnte. Sydney Seiler, ehemaliger Geheimdienstexperte für Nordkorea beim National Intelligence Council, ordnet die Lage wie folgt ein: "Die Operation zur 'Überstellung' des venezolanischen Präsidenten demonstriert Fähigkeiten, die Nordkorea beunruhigen müssen."

Angst vor Atomkrieg wächst: Kim Jong Un stimmt Nordkorea auf Bedrohungssituation ein

Diese Entwicklung erhöht nach Einschätzung von Beobachtern das Risiko einer nuklearen Konfrontation erheblich. Kim Jong Un scheint in einen Panikmodus zu verfallen – ausgelöst ausgerechnet durch jenen US-Präsidenten, der stets die "sehr gute Beziehung" zwischen beiden betont hatte.

Kim Jong Un ließ seine tiefsten Ängste vor einem ähnlichen Szenario wie in Venezuela erkennen, indem er die Ausstrahlung eines Films über Maduros Festnahme genehmigte. Die Produktion mit dem Titel "Days and Nights of Confrontation" lief unlängst im nordkoreanischen Staatsfernsehen – nur wenige Tage, nachdem US-Elitetruppen den venezolanischen Machthaber und seine Frau ergriffen hatten. Die Botschaft an das heimische Publikum ist unmissverständlich: Was hindert die Amerikaner daran, dasselbe in Nordkorea zu wiederholen? Laut der südkoreanischen Nachrichtenplattform "NK News" steht der Film für einen Trend zu "rasanten Inhalten im Hollywood-Stil, die besonders junge Menschen ansprechen sollen". Die Kim-Dynastie – einschließlich seiner Schwester Kim Yo-jong und seiner Tochter Ju-ae – könnte demnach selbst zum Ziel werden.

Eindringliche Warnung vor nuklearer Eskalation - Experten geben Prognose zu Reaktion von Nordkorea-Machthaber

Die US-amerikanische Venezuela-Aktion könnte Nordkoreas atomare Bestrebungen weiter befeuern. "Enthauptung wäre hilfreich, um Nordkorea abzuschrecken", erklärt Sydney Seiler, der selbst an Verhandlungsdelegationen nach Pjöngjang teilnahm. "Ohne Kim Jong Un" hätte das Land keinen Anführer mehr – niemanden, der die 1,2 Millionen unterversorgten Soldaten befehligen oder das Nuklearprogramm kontrollieren könnte.

Der Begriff "Enthauptung" bezeichnet im militärischen Jargon die gezielte Ausschaltung der feindlichen Führungsspitze. Die Hongkonger "South China Morning Post" titelte bereits: "Die Enthauptungsoperation der Vereinigten Staaten gegen Venezuela wird Nordkoreas nukleare Ambitionen verstärken." Kim werde sich noch stärker an seine "nukleare Sicherheitsdecke" klammern. Die Warnung ist unmissverständlich: Statt den Diktator einzuschüchtern, könnte die demonstrierte US-Fähigkeit das Gegenteil bewirken.

Öffentliche Auftritte machen Kim Jong Un zum leichten Ziel

Der nordkoreanische Machthaber präsentiert sich regelmäßig bei Inspektionen von Industrie- und Landwirtschaftsprojekten, Truppenparaden und offiziellen Zeremonien. Besonders bei Raketenstarts tritt Kim Jong Un öffentlich in Erscheinung – möglicherweise wäre dies für Donald Trump der ideale Moment für einen Zugriff, während er demonstrativ den Startknopf betätigt.

Die amerikanischen Streitkräfte verfügen über jahrelange Erfahrung in der Vorbereitung solcher Operationen. Bei gemeinsamen Manövern mit Südkorea endeten die Übungen routinemäßig mit einer simulierten "Enthauptung" der nordkoreanischen Führung. Das US-Kommando in Korea strich den Begriff später aus Rücksicht auf Seoul, das befürchtete, solche Formulierungen könnten Gesprächsversuche mit Pjöngjang erschweren. Nach Maduros Festnahme gewinnt der Ausdruck jedoch wieder an Bedeutung – und wirft in Nordkoreas Hauptstadt die bange Frage auf, wer als Nächstes auf der amerikanischen Liste stehen könnte.

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