Lars Klingbeil News: Klingbeil zurückhaltend zu Vorziehen von Steuerreform
Wie kann die Wirtschaft angekurbelt werden? Die Union will Steuersenkungen vorziehen. Wie der Finanzminister das sieht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich zurückhaltend zur Forderung der Union nach einem Vorziehen der schrittweisen Senkung der Körperschaftsteuer geäußert. Klingbeil sagte in Berlin, er sei "bereit für weitere Diskussionen", dies werde Bestandteil auch der nächsten Koalitionsausschüsse sein. Die Koalition wäre aber gut beraten, darüber zu sprechen, wie die Produktivität in Deutschland erhöht werden könne. Es gehe um die Frage, wie Forschung und Bildung gestärkt werden könnten, um den Arbeitskräftemangel zu verringern und Energiekosten zu senken.
Die Forderung, eine Steuersenkung vorzuziehen, sei eine "knackige Überschrift", ohne dass man Vorschläge zur Gegenfinanzierung mache. Die Debatten seien aber komplexer, sagte der SPD-Chef.
Bundestag und Bundesrat haben im vergangenen Sommer ein Wachstumspaket beschlossen. Dazu gehören milliardenschwere Steuerentlastungen für Unternehmen - konkret geht es um verbesserte Regelungen für Abschreibungen, damit Unternehmen mehr investieren.
Wenn dieser "Investitions-Booster" ausgelaufen ist, soll ab 2028 schrittweise die Körperschaftsteuer sinken - und zwar von derzeit 15 Prozent auf 10 Prozent im Jahr 2032. Das soll die Liquidität in den Unternehmen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Angesichts der anhaltenden Wachstumsschwäche in Deutschland fordert CSU-Chef Markus Söder ein sofortiges Vorziehen der Reform rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plädierte dafür - wenn es dafür finanzielle Spielräume gebe.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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