Donald Trump: "Es wird erledigt werden" - US-Präsident eskaliert im Grönland-Streit

Donald Trump greift Nato-Mitglied Dänemark frontal an und wirft dem skandinavischen Land vor, tatenlos der russischen Bedrohung Grönlands zuzusehen. Gleichzeitig verhängt der US-Präsident Strafzölle gegen Europa.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump hat seine Grönland-Drohung erneuert. (Foto) Suche
Donald Trump hat seine Grönland-Drohung erneuert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump mit neuer Attacke gegen Dänemark wegen Grönland
  • Donald Trump lässt bei Grönland-Forderung nicht locker
  • Strafzölle gegen Deutschland und Nato-Partner
  • Europa plant milliardenschwere Gegenoffensive

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Dänemark erneut attackiert. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social beschuldigte er das skandinavische Land, unzureichend auf die Bedrohungslage durch Russland für Grönland zu reagieren.

Donald Trump mit neuer Attacke gegen Dänemark wegen Grönland

Die Nato mahne seit zwanzig Jahren vor den Gefahren durch Moskau, so Trump."Leider war Dänemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen", schrieb der US-Präsident. Er kündigte an: "Jetzt ist es an der Zeit, und es wird erledigt werden!!!" Welche Maßnahmen Trump konkret plant, ließ er dabei offen.

Donald Trump lässt bei Grönland-Forderung nicht locker

Trump hat seine Absichten zur Übernahme der arktischen Insel bereits mehrfach unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Die Vereinigten Staaten streben danach, Grönland in ihr Staatsgebiet zu integrieren. Diese Forderung stößt bei den europäischen Bündnispartnern innerhalb der Nato auf entschiedenen Widerstand.

Der US-Präsident begründet seine Position mit der strategischen Relevanz des Territoriums. Trump warnte zuvor davor, dass bei Untätigkeit entweder Russland oder China die Kontrolle über das arktische Gebiet erlangen könnten. Grönland verfügt über eine weitreichende Selbstverwaltung, zählt aber rechtlich zum dänischen Staatsgebiet. Dänemark ist Mitglied des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses.

Strafzölle gegen Deutschland und Nato-Partner

Am vergangenen Samstag kündigte Trump Handelssanktionen gegen Deutschland und andere Mitgliedsstaaten des Verteidigungsbündnisses an. Auslöser war eine gemeinschaftliche militärische Erkundungsoperation mehrerer Nato-Staaten auf der Insel. Diese Aktion hatte offenbar den Unmut des amerikanischen Staatschefs erregt. Die Ankündigung verschärfte die Spannungen zwischen beiden Seiten des Atlantiks dramatisch. Washington und die europäischen Hauptstädte befinden sich nun auf direktem Konfrontationskurs in dieser Auseinandersetzung.

Europa plant milliardenschwere Gegenoffensive

Ende dieser Woche treffen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs zu einer Sondersitzung. Auf der Agenda des Krisengipfels werden voraussichtlich Reaktionen auf die amerikanischen Zolldrohungen stehen. Die Europäische Union verfügt über umfangreiche handelspolitische Instrumente, um auf die Sanktionsankündigungen zu reagieren.

Diese Gegenmaßnahmen könnten ein Volumen im Milliardenbereich erreichen. Die EU-Staaten beraten über verschiedene Optionen, wie sie auf die Konfrontationsstrategie der USA antworten können. Der Gipfel soll eine gemeinsame europäische Position in dem eskalierenden Handelskonflikt erarbeiten.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/dpa

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.