Trotz Zollstreits: Wadephul: Kein Zweifel an Bündnistreue der USA
Auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Sonderzölle "wird es eine Antwort geben müssen", sagt der Bundesaußenminister. Für den Zusammenhalt der Nato gibt er indes Entwarnung.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht keine Auswirkungen des aktuellen Zollstreits mit den USA auf den militärischen Zusammenhalt der Nato. "Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass die Vereinigten Staaten von Amerika voll und ganz zum Bündnis, zur Nato stehen und auch zur Verteidigung Europas", sagte der CDU-Politiker im "Bericht aus Berlin" der ARD. "Das hat niemand bisher in Washington in Zweifel gezogen." In Europa solle man nicht solche Fragen andiskutieren, sondern gemeinsam an einem starken Bündnis arbeiten, fügte er hinzu.
US-Präsident Donald Trump hatte im Streit über seine Ansprüche auf Grönland Sonderzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Nato-Partner angekündigt. Wadephul erwartet Konsequenzen: Er sagte, in dieser Situation sei er skeptisch, ob das vor Monaten ausgehandelte EU-Zollabkommen mit den USA vom Europaparlament ratifiziert werde. "Ich glaube nicht, dass in dieser aktuellen Situation diese Vereinbarung möglich ist", sagte der Außenminister.
Zu einer Frage nach möglichen Gegenzöllen der EU für den Fall, dass Trumps Sonderzölle wie angekündigt zum 1. Februar in Kraft treten, sagte er: Wenn die USA weitere Maßnahmen ergriffen, "dann wird es eine europäische Antwort geben müssen". Nun werde es intensive Gespräche mit Washington geben.
Die EU sei handlungsfähig. "Europa ist politisch und wirtschaftlich sehr viel stärker als manch einer bisher gedacht hat, und ich finde, das sollten wir jetzt auch zur Geltung bringen", sagte Wadephul. Zölle wären "Gift für das transatlantische Verhältnis".
Gefragt, ob es kurzfristig einen außerordentlichen EU-Gipfel geben werde, sagte Wadephul, das könne er jetzt nicht sagen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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