Beatrix von Storch beim Lügen erwischt: "Totaler Quatsch!" AfD-Politikerin blamiert sich mit Fake News bei Lanz
Bei Markus Lanz wollte Beatrix von Storch beweisen, wie schlecht es um die Meinungsfreiheit steht. Dabei blamierte sich die AfD-Politikerin jedoch gewaltig. Der Moderator überführte sie der Lüge und sargte sie dabei komplett ein.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Beatrix von Storch verbreitet bei "Markus Lanz" falsche Behauptung
- Moderator konfrontiert AfD-Politikerin mit Originalvideo
- Deutliche Rüge: Lanz wirft ihr selektives Verständnis von Meinungsfreiheit vor
Bei der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" kam es am Mittwochabend (14.01.2026) zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen dem Moderator und der stellvertretenden AfD-Fraktionsvorsitzenden Beatrix von Storch. Im Zentrum des Konflikts: eine verfälschte Darstellung von Aussagen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther zur Meinungsfreiheit. Die AfD-Politikerin hatte behauptet, der CDU-Politiker habe in einer früheren Lanz-Sendung gefordert, das Nachrichtenportal "Nius" zu verbieten. Doch der Moderator ließ das nicht durchgehen und konfrontierte von Storch mit dem Originalausschnitt – was die Politikerin sichtlich in Bedrängnis brachte. Am Ende musste sich von Storch eine deutliche Rüge gefallen lassen: Lanz warf ihr vor, ein höchst selektives Verhältnis zur Meinungsfreiheit zu pflegen.
Daniel Günther will "Nius" verbieten? Beatrix von Storch verbreitet Fake News
Von Storch nutzte die Sendung, um Kritik an der deutschen Demokratie zu untermauern. "Herr Günther, der frank und frei gesagt hat, so ein Magazin wie 'Nius', das muss man dann auch verbieten", sagte die AfD-Politikerin. Als Beleg führte sie ausgerechnet eine frühere Ausgabe von "Markus Lanz" an. Der Moderator reagierte harsch. "Totaler Quatsch", unterbrach Lanz. Er wollte wissen, wo Beatrix von Storch diese Behauptung gesehen habe. Doch die AfD-Politikerin reagierte vage: "Auf dem Handy." Lanz hakte nach: "ZDF-Mediathek oder 'Nius'?" Beatrix von Storch: "Das kann ich Ihnen nicht genau sagen." Woraufhin Lanz süffisant antwortete, dass das helfen würde.
Zum Hintergrund: Das 2022 gegründete Nachrichtenportal unter der Leitung des ehemaligen "Bild"-Journalisten Julian Reichelt steht regelmäßig wegen rechtspopulistischer und tendenziöser Berichterstattung in der Kritik.
Originalaufnahme entlarvt die Verdrehung der AfD-Politikerin
Lanz ließ die Behauptung von Beatrix von Storch nicht unwidersprochen stehen. Er präsentierte der AfD-Politikerin sowohl den Originalausschnitt seiner Sendung als auch die anschließende "Nius"-Berichterstattung und machte damit die Diskrepanz zwischen beiden deutlich sichtbar.
Die Gegenüberstellung offenbarte, dass Günthers Worte im Nachgang verfälschend wiedergegeben worden waren. Was als klare Verbotsforderung dargestellt wurde, entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als deutlich differenziertere Aussage. Von Storch geriet durch diese Konfrontation in erhebliche Erklärungsnot. Sie hatte sich offenkundig auf die irreführende Darstellung des Portals verlassen, ohne die ursprünglichen Aussagen zu überprüfen. Eine peinliche Situation für die Politikerin, die sich ausgerechnet als Verteidigerin der Meinungsfreiheit positioniert hatte.
"Damit habe ich ein riesiges Problem!" Markus Lanz sargt Beatrix von Storch ein
Der Moderator beließ es nicht bei der bloßen Richtigstellung. In einer abschließenden Standpauke machte Lanz seinem Ärger über von Storchs Umgang mit dem Thema Meinungsfreiheit Luft. "Wissen Sie, die Art von Meinungsfreiheit, die Leute wie Sie immer meinen, und das ist auch die Art von Meinungsfreiheit, die JD Vance meint, das ist immer genau die, die ihm gerade passt, und damit habe ich ein riesiges Problem", hielt der ZDF-Moderator der AfD-Politikerin erzürnt vor. Der Vorwurf wog schwer: Von Storch reklamiere Meinungsfreiheit nur dann für sich, wenn sie den eigenen politischen Zielen diene. Ausgerechnet sie, die sich als Kämpferin gegen vermeintliche Zensur inszeniert, hatte eine verfälschte Darstellung verbreitet.
Im Netz sorgte der Auftritt der AfD-Politikerin für reichlich Wirbel:
- "Einfach Weltklasse von Lanz. Und der Storch plappert trotzdem noch weiter ihre Lügengeschichte die sie selber nicht mehr von der Wahrheit erkennt", schreibt ein Instagram-Nutzer.
- "Demokratie lebt von Fakten und nicht von Fake News! Großen Respekt für diese starke Moderation von Lanz", heißt es in einem Kommentar.
- "Sie glaubt ihre eigenen Lügen", meint ein anderer Instagram-Nutzer.
- "Bin nicht der größte Lanz Fan aber das war mal stabil. Abgesehen davon, dass man rechtsextreme eigentlich gar nicht einladen sollte", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
- "Das kann man kaum aushalten,....aber so funktioniert rechte Stimmungsmache und wer will fällt drauf rein. Und dann können 100 Leute beweisen wie es wirklich war, was wirklich gesagt wurde. ...die Wahrheit zählt einfach nicht und nichts mehr. Schlimm", schreibt ein Instagram-Nutzer.
- "Storch... maximaler redefluss... völlige ahnungslosigkeit gepaart mit inkompetenz", heißt es in einem Kommentar.
- "Diese 30 Sekunden wo #Lanz von Storch einsargt, sind jetzt schon bei mir in den Top 5 der TV Momente des Jahres. Und wir haben Januar", meint ein X-Nutzer.
- "Diese Frau verdient 200k Euro im Jahr. Wie geht das? Das einzige, was diese Frau seit Jahren bietet, ist grandiose Inkompetenz. Wirklich verwirrend", ist in einem Tweet zu lesen.
Die komplette Sendung von Markus Lanz vom 14.01.2026 finden Sie in der ZDF-Mediathek.
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