Donald Trump: Umstrittener Wahl-Spruch bringt Regierung in Erklärungsnot
Donald Trumps Satz über mögliche abgesagte Zwischenwahlen sorgt für Wirbel. Das Weiße Haus spricht von einem Scherz - doch Umfragen, Kritik und Nervosität erzählen eine andere Geschichte.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Weißes Haus rudert nach Donald Trumps Aussage zurück
- Sinkende Zustimmungswerte erhöhen den Druck
- Zwischenwahlen könnten Machtverhältnisse kippen
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Eine Bemerkung von Donald Trump zu den anstehenden Zwischenwahlen hat in Washington für Aufsehen gesorgt. Der Präsident hatte in einem Interview sinngemäß erklärt, man hätte sich diese Wahlen eigentlich sparen können. Aus dem Weißen Haus kam kurz darauf der Versuch der Schadensbegrenzung.
"Nur ein Scherz?" – Regierung spielt Aussage von Donald Trump herunter
Bei einer Pressekonferenz erklärte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, der Präsident habe die Aussage nicht ernst gemeint. Er habe lediglich überspitzt über die Erfolge seiner zweiten Amtszeit gesprochen. Kritische Nachfragen, ob Trump die Idee demokratischer Wahlen ins Lächerliche ziehe, wies Leavitt scharf zurück und bezeichnete die Interpretation als überzogen.
Q: Americans for generations have fought and died for democracy. Are you saying the president finds the idea of canceling elections funny?
— Aaron Rupar (@atrupar) January 15, 2026
LEAVITT: Where you in the room? Only someone like you would take that so seriously pic.twitter.com/QDpndgSsTN
Sinkende Zustimmungswerte als Hintergrund
Aktuell ist die Debatte vor allem mit Blick auf Trumps augenblicklichen Umfragewerte. Laut dem Associated Press-NORC Center for Public Affairs Research lag seine Zustimmung zuletzt bei rund 40 Prozent. Gleichzeitig wächst laut "Newsweek" der Anteil der Unabhängigen weiter, also eine Wählergruppe, die bei Zwischenwahlen oft den Ausschlag gibt und der amtierenden Regierung zunehmend kritisch gegenübersteht.
Donald Trump hat Angst vor Machtverlust im Kongress
In dem von Reuters zitierten Interview zeigte Trump offen Sorge, dass die Republikaner bei den anstehenden Wahlen Sitze im Repräsentantenhaus oder Senat verlieren könnten. Historisch gesehen verliert die Partei des Präsidenten bei Midterms häufig an Einfluss. Ein Szenario, das Trumps politische Agenda erheblich ausbremsen würde.
Wirtschaftliche Sorgen dominieren den Wahlkampf
Für viele Wähler stehen derzeit finanzielle Themen im Vordergrund. Steigende Lebenshaltungs-, Wohn- und Gesundheitskosten gelten laut Umfragen als größte Probleme. Während die Demokraten Trump vorwerfen, trotz Wahlversprechen kaum Entlastung geschaffen zu haben, sprechen Republikaner von geplanten Steuersenkungen für die arbeitende Bevölkerung.
Scharfe Kritik an Donald Trump von Bürgerrechtsseite
Deutliche Worte kamen vom Präsidenten der NAACP, Derrick Johnson. Er erklärte, ein wirklich beliebter Präsident müsse Wahlen nicht fürchten. Trumps Aussagen wertete er als Ausdruck autoritärer Tendenzen und zeigte sich überzeugt, dass die US-Bevölkerung diese zurückweisen werde.
Die Zwischenwahlen finden wie geplant am 3. November statt. Ob Trumps umstrittene Worte ihm politisch schaden oder lediglich als Nebengeräusch verhallen, dürfte sich spätestens an der Wahlurne zeigen.
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mlk/gom/news.de
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