Pressefreiheit: FBI-Durchsuchung bei Reporterin der "Washington Post"
Beamte der US-Bundesbehörde FBI haben die Wohnung einer US-Reporterin durchsucht. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit Ermittlungen zu mutmaßlich illegal weitergegebenen Geheimdokumenten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Beamte der US-Bundespolizei FBI haben die Wohnung einer Reporterin der "Washington Post" durchsucht. Die Maßnahme steht nach Angaben der Zeitung selbst und der "New York Times" im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Regierungsangestellten. Dieser soll Geheimdienstberichte unerlaubt mit nach Hause genommen und weitergegeben haben, hieß es den Medienberichten zufolge im Durchsuchungsbefehl.
Die Journalistin, Hannah Natanson, soll bei der Durchsuchung anwesend gewesen sein. Ermittler beschlagnahmten demnach ihr Mobiltelefon, zwei Laptops – darunter ein Arbeitsgerät – sowie eine Smartwatch. Die Ermittler hätten ihr mitgeteilt, so schreibt die "Washington Post", dass sich die Untersuchung nicht gegen sie richte, sondern gegen einen Systemadministrator aus dem Bundesstaat Maryland mit einer Sicherheitsfreigabe der höchsten Stufe. Er soll nach Angaben der Ermittler klassifizierte Dokumente in seinem Keller und an anderen Orten in seinem Haus aufbewahrt haben.
Medien kritisieren den Vorfall scharf
Die "Washington Post" kritisierte, Durchsuchungen von Reporterwohnungen seien selbst im Kontext von Datenleck-Ermittlungen äußerst ungewöhnlich und aggressiv. Der Vorfall werfe Fragen zur Pressefreiheit in den USA auf, hieß es beim US-Sender CNN.
Die betroffene Journalistin hatte demnach im vergangenen Jahr intensiv über die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump berichtet, Bundesbedienstete zu entlassen oder politisch neu auszurichten. Dabei hätten sich zahlreiche Regierungsangestellte mit Sorgen, Wut und Angst an sie gewandt, berichten US-Medien. Solche Maßnahmen gegen Journalisten könnten eine abschreckende Wirkung auf Hinweisgeber haben, befürchten Experten Medienberichten zufolge. Das FBI äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorgang.
Regierung verteidigt den Einsatz
US-Justizministerin Pamela Bondi verteidigte das Vorgehen. Auf der Plattform X erklärte sie, die Durchsuchung sei auf Antrag des Verteidigungsministeriums erfolgt. Die Journalistin habe klassifizierte und illegal weitergegebene Informationen eines Pentagon-Auftragnehmers erhalten und darüber berichtet. Der mutmaßliche Informant befinde sich inzwischen in Haft. Die Regierung werde illegale Leaks von Geheimdokumenten nicht tolerieren, da diese ein erhebliches Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstellten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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