Donald Trump: "Zeigt, wie verdorben er ist" - US-Präsident empört mit Beileidsbekundung

Auf Truth Social trauert Donald Trump um den verstorbenen Künstler Scott Adams, der durch seine "Dilbert"-Comics weltberühmt wurde. Doch die Beileidsbekundung des US-Präsidenten stößt auf Kritik. Viele finden die Wortwahl völlig unpassend.

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Donald Trump wird für seine Äußerungen nach dem Tod des US-Künstlers Scott Adams kritisiert. (Foto) Suche
Donald Trump wird für seine Äußerungen nach dem Tod des US-Künstlers Scott Adams kritisiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Luis M. Alvarez
  • Donald Trump äußert sich zum Tod des Comic-Künstlers Scott Adams auf Truth Social
  • Künstler starb mit 68 Jahren an Prostatakrebs und wurde durch die "Dilbert"-Comics weltberühmt
  • Beileidsbekundung von Trump stößt auf Kritik in den sozialen Medien

Trauer in den Vereinigten Staaten: Der US-Künstler Scott Adams ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Weltberühmt wurde er durch seine Comic-Figur "Dilbert" - ein Männchen mit kurzärmeligem Hemd, Krawatte und Brille. Adams Tod rief auch innerhalb der US-Regierung Bestürzung hervor. Präsident Donald Trump bekundete auf Truth Social sein Beileid - doch vergriff sich dabei nach Meinung seiner Kritiker erneut im Ton.

Donald Trump trauert nach Todesnachricht - US-Künstler Scott Adams (68) gestorben

Trump schrieb:

  • "Leider ist der großartige Influencer Scott Adams verstorben. Er war ein fantastischer Kerl, der mich mochte und respektierte, als das noch nicht üblich war. Er hat lange und tapfer gegen eine schwere Krankheit gekämpft. Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen vielen Freunden und Zuhörern. Er wird uns sehr fehlen. Gott segne dich, Scott!"

Dazu veröffentlichte Trump ein Foto, auf dem er gemeinsam mit Scott Adams im Oval Office zu sehen ist.

Scott Adams wurde durch seine "Dilbert"-Comics weltberühmt. (Foto) Suche
Scott Adams wurde durch seine "Dilbert"-Comics weltberühmt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Marcio Jose Sanchez

US-Präsident bekundet Beileid - Empörung in den sozialen Medien

Besonders, dass der US-Präsident in seiner Nachricht auf sich selbst verwies, sorgte für Empörung. Auf X (vormals Twitter) aüßerten die Trump-Gegner unter einem Post der Gruppe "Republicans against Trump"ihre Kritik:

  • "Es dreht sich immer nur um ihn selbst. Ein erbärmlicher Mann."
  • "Welche psychische Erkrankung veranlasst jemanden dazu, den Tod eines anderen auf sich selbst zu beziehen?"
  • "Er versteht es definitiv, Trauer und Empathie politisch zu instrumentalisieren, je nachdem, wie sein Ego befriedigt wird."
  • "Unglaublich! Dass er den Tod eines anderen für sich instrumentalisiert, zeigt nur, wie verdorben er ist. Amerika, wach auf!"
  • "Genau. Das Wichtigste an seinem ganzen Leben ist, dass Scott Adams diesen Politiker mochte und respektierte", so ein weiterer ironischer Kommentar.

Ähnliche Kritik an Trump gab es zuletzt, als er eine Rede für seinen verstorbenen Parteikollegen Doug LaMalfa hielt. Dabei betonte er, wie sehr ihn der Kongressabgeordnete bei seinen politischen Entscheidungen unterstützt habe.

Scott Adams zeichnete weltberühmte "Dilbert"-Comics - Kritik nach rassistischen Äußerungen

Laut einer Mitteilung seiner Ex-Frau Shelly ist Scott Adams in seinem Haus im Budesstaat Kalifornien an den Folgen einer Prostatakrebs-Erkrankung gestorben, die er im vergangenen Jahr öffentlich gemacht hatte. Er sei im Beisein seiner Angehörigen friedlich eingeschlafen. In seinen "Dilbert"-Comics setzte sich der Künstler satirisch mit der mit der Arbeitswelt in Unternehmen auseinander. Sein erster Comic erschien 1989.

In den vergangenen Jahren sorgte Adams aber vor allem mit abwertenden, beleidigenden und rassistischen Äußerungen für Schlagzeilen.Daraufhin verlor er 2023 so gut wie alle Comic-Aufträge und veröffentlichte danach nur noch im Selbstverlag. Adams hatte die Vorwürfe stets bestritten und betont, er fühle sich falsch verstanden. Gleichzeitig wiederholte er die Aussagen in ähnlicher Form aber immer wieder in seinem Podcast.

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/ife/news.de/dpa

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