Donald Trump: "Seine Demenz spielt wieder verrückt!" Empörung über neue Interview-Aussagen

In einem Interview mit Fox News behauptete Donald Trump, die Venezolaner wüssten nicht, wie man eine Wahl durchführt. Dabei liegt die letzte Wahl in dem südamerikanischen Land nur wenige Monate zurück. Nicht nur diese Aussage des US-Präsidenten empört seine Kritiker im Netz.

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Donald Trump wird nach Interview-Aussagen über Venezuela in den sozialen Medien verspottet. (Foto) Suche
Donald Trump wird nach Interview-Aussagen über Venezuela in den sozialen Medien verspottet. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Donald Trump behauptet in Interview, Venezolaner wüssten nicht, wie man Wahlen durchführt
  • Social-Media-Nutzer verweisen auf Parlamentswahlen in Venezuela im vergangenen Jahr
  • Empörung über Trumps Aussagen

US-Präsident Donald Trump fiel in den vergangenen Monaten schon häufiger durch faktisch falsche und bizarre Aussagen auf. In einem Interview mit Fox News am Donnerstagabend äußerte er sich zur Zukunft Venezuelas nach dem amerikanischen Militärschlag am vergangenen Wochenende. Dabei stellte der 79-jährige Republikaner weitere zweifelhafte Behauptungen auf. Nutzer in den sozialen Medien machten sich anschließend erneut Gedanken über Trumps geistige Zurechnungsfähigkeit.

Donald Trump spricht in Interview über mögliche Wahlen in Venezuela

In dem Interview wurde der US-Präsident gefragt, ob es in Venezuela in naher Zukunft freie und faire Wahlen geben könnte, wie ein auf X (vormals Twitter) geteilter Ausschnittzeigt, den auch "Raw Story" veröffentlichte. Trump antwortete, dass dies "eine Weile dauern" werde. Mit Blick auf die Venezolaner fügte er hinzu:

  • "Wir müssen ein Land wieder aufbauen ...Sie wüssten derzeit nicht einmal, wie man eine Wahl durchführt. Das Land ist zu einem Land der Dritten Welt geworden."
  • "Wir werden die Öl-Infrastruktur wieder aufbauen. Wir werden dafür verantwortlich sein. Das wird großartig werden. Wir werden viel Geld verdienen", so Trump weiter.

Empörung über Trump-Interview im Netz: "Hat seinen Verstand verloren"

Verschiedene Social-Media-Nutzer wiesen nach dem Interview darauf hin, dass es in Venezuela tatsächlich erst im vergangenen Frühjahr Parlamentswahlen gegeben hatte. Damals konnte die Sozialistische Partei des beim US-Militärschlag gefangen genommenen Präsidenten Nicolás Maduro einen klaren Sieg verbuchen. Die Opposition hatte die Abstimmung jedoch boykottiert, und internationale Beobachter zweifelten an einer freien und fairen Wahl, wie die "tagesschau.de" berichtete.

Dennoch gibt es viele kritische Stimmen zu Trumps Interview-Aussagen. Diese lauten auf X unter anderem:

  • "Seine Demenz spielt wieder verrückt. Dieser Idiot hat seinen Verstand verloren. Er plant buchstäblich, wie er Venezuelas Öl und Wirtschaft lenken will, als wäre er der oberste Führer und nicht der Präsident, und jetzt sollen die Leute diesen hysterischen Strategen ernst nehmen? Lol, nein."
  • "Letztes Jahr gab es dort Wahlen, aber natürlich haben sie vergessen, wie man Wahlen durchführt. Andererseits wird es ein Jahrzehnt dauern, bis die gesamte Ölinfrastruktur betriebsbereit ist. Das ist schlimmer als in Afghanistan", so ein weiterer Kommentar.
  • "Sie hatten gerade Wahlen, die Infrastruktur ist vorhanden. Sie müssen nur darauf achten, das Ergebnis nicht zu manipulieren. Unterdessen fordert er von der Ukraine sofortige Wahlen, ohne dass die dafür notwendige Infrastruktur vorhanden ist", findet ein anderer.
  • "Wenn er den amerikanischen Institutionen nicht zutraut, Wahlen durchzuführen, warum sollte ihm dann jemand zutrauen, das politische System eines anderen Landes wiederaufzubauen und zu kontrollieren?"
  • "Seiner Meinung nach wissen wir nicht, wie man Wahlen durchführt, es sei denn, er gewinnt natürlich.", schreibt eine weitere US-Amerikanerin.

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