Kriminalität: Ministerium: Stromausfall-Täter "nicht abschließend geklärt"
Wer steckt hinter dem Stromausfall im Berliner Südwesten? Noch wird ermittelt. Und weitere Hilfe läuft an.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach Einschätzung der Bundesregierung ist noch nicht sicher, wer hinter dem mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz steckt. Eine linksextremistische Motivation sei "naheliegend", aber die Ermittlungen liefen noch, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin. "Die Authentizität des Bekennerschreibens ist bislang aus unserer Sicht nicht abschließend geklärt." Darum kümmere sich das Bundesamt für Verfassungsschutz.
Auch der Generalbundesanwalt beobachte die Lage noch und habe die Ermittlungen bisher nicht übernommen, sagte eine Sprecherin des Justizministeriums.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte bereits am Sonntag von Terrorismus gesprochen. Für den Stromausfall im Südwesten der Hauptstadt seien "offenkundig Linksextremisten" verantwortlich. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben der "Vulkangruppe" sei authentisch, hieß es in der Berliner Innenverwaltung.
Im betroffenen Gebiet leistet inzwischen neben dem Technischen Hilfswerk (THW) auch die Bundeswehr Hilfe. Man stelle Dieselkraftstoff und Personal für den Betrieb von Notstromaggregaten zur Verfügung, erklärte das Verteidigungsministerium. Im Fokus stehe die Versorgung von Pflegeeinrichtungen. Das THW ist laut Innenministerium mit 120 Helferinnen und Helfern im Einsatz. Diese betreiben unter anderem Notrufannahmestellen, Notunterkünfte und Stromversorgung an Krankenhäusern, einer Tierklinik, Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Noch seien längst nicht alle Kapazitäten ausgeschöpft, und auch Notstromaggregate gebe es ausreichend, betonte die Ministeriumssprecherin.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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