Wladimir Putin unter Verdacht: Sabotage vor Lettlands Ostsee-Küste - neue Beweise aufgetaucht
Erst Silvester, jetzt schon wieder: Nur wenige Tage nach der Kabelzerstörung zwischen Estland und Finnland wurde erneut ein Unterseekabel in der Ostsee beschädigt – und Schiffsdaten zeigen eine verdächtige Kursänderung, die auf Absicht hindeutet.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Zweiter Sabotage-Vorfall vor Lettlands Küste bestätigt
- Unterseekabel zerstört - Ermittlungen laufen auf Hochtouren
- Russlands Schattenflotte vermutet - steckt Wladimir Putin dahinter?
Erneut wurde ein Unterseekabel in der Ostsee beschädigt – diesmal vor der lettischen Küste. Nahe der Hafenstadt Liepaja entdeckten Behörden einen Schaden an einem Glasfaserkabel, das einem privaten Unternehmen gehört. Ministerpräsidentin Evika Silina bestätigte den Vorfall auf der Plattform X.
Ostsee-Kabel zerstört - zweiter Vorfall innerhalb einer Woche
Der Zwischenfall ereignete sich bereits am 2. Januar in lettischen Hoheitsgewässern. Es handelt sich um den zweiten derartigen Vorfall innerhalb von nur einer Woche. Erst an Silvester war ein Datenkabel zwischen Estland und Finnland zerstört worden.
Sabotage-Verdacht erhärtet sich: Kursänderung deutet auf Absicht hin
Die Umstände des Vorfalls werfen Fragen auf. Nach Auswertung von Daten der lettischen Marine fuhr das verdächtige Schiff zunächst über ein nicht mehr genutztes Kabel hinweg. Anschließend änderte es seinen Kurs gezielt, um das aktive Glasfaserkabel zu überqueren – dabei entstand der Schaden.
Dieses Manöver lässt die Ermittler aufhorchen. Die Polizei konnte das Schiff inzwischen identifizieren und leitete eine Untersuchung ein. Die genauen Hintergründe der auffälligen Routenänderung sind noch ungeklärt.
Ermittler gehen an Bord des verdächtigen Schiffs
Das unter Verdacht stehende Schiff liegt derzeit im Hafen von Liepaja. Ermittler begaben sich bereits an Bord und befragten die Besatzungsmitglieder zu dem Vorfall. Die Crew zeigt sich kooperativ und arbeitet mit den Behörden zusammen.
Bislang wurden weder das Schiff noch seine Besatzung festgesetzt. Die Untersuchungen dauern weiter an. Erste Hinweise auf den möglichen Kabelschaden kamen aus dem benachbarten Litauen. Für lettische Verbraucher hat die Beschädigung nach Behördenangaben keine Auswirkungen.
Silvester-Vorfall: Schiff schleifte Anker kilometerweit
Der aktuelle Fall reiht sich in eine Serie beunruhigender Vorfälle ein. Bereits an Silvester wurde ein Datenkabel zwischen Estland und Finnland beschädigt. Die finnischen Behörden stoppten damals ein Schiff namens "Fitburg", das mit heruntergelassenem Anker angetroffen wurde.
Das Schiff war auf dem Weg von St. Petersburg nach Haifa und hatte seinen Anker offenbar über mehrere Kilometer am Meeresboden schleifen lassen. Die finnischen Behörden setzten das Schiff fest.
Wladimir Putin unter Verdacht: Steckt Russlands Schattenflotte dahinter?
In beiden Fällen richtet sich der Verdacht gegen die sogenannte Schattenflotte des Kremls. Dabei handelt es sich um Schiffe, die russische Interessen verfolgen und häufig unter verschleierten Eigentumsverhältnissen operieren. Die "Bild" berichtet, dass eine Beteiligung dieser Flotte von Kreml-Chef Wladimir Putin in beiden Vorfällen vermutet wird.
Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und möglichen Verbindungen dauern in beiden Fällen an.
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ife/stg/mlk/news.de/dpa
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