Wolodymyr Selenskyj: CIA-vernetzter Hardliner an seiner Seite – dieser Mann sorgt in Moskau für Nervosität
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf einen gefürchteten Strategen: Mit Kyrylo Budanow rückt ein Ex-Geheimdienstchef ins Machtzentrum Kiews und sorgt auch in Moskau für Unruhe.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Kyrylo Budanow wird neuer Leiter des Präsidialbüros
- Ruf als kompromissloser Strippenzieher im Krieg
- Zentrale Rolle bei Nato- und EU-Gesprächen
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf einen Mann, der in Sicherheitskreisen als kompromisslos und hochgefährlich gilt. Mit einer überraschenden Personalentscheidung rückt ein früherer Geheimdienstchef ins Machtzentrum Kiews und sorgt damit auch in Moskau für Nervosität.
Machtwechsel im Präsidialamt von Wolodymyr Selenskyj
Selenskyj hat laut "t-online" den bisherigen Chef des Militärgeheimdienstes HUR, Kyrylo Budanow, zum neuen Leiter seines Präsidialbüros ernannt. Budanow folgt auf Andrij Jermak, der sein Amt nach Korruptionsvorwürfen niederlegen musste. Für den Präsidenten ist die Entscheidung strategisch bedeutsam und das sowohl politisch wie sicherheitspolitisch.
Kyrylo Budanow ist ein Mann mit Ruf und Mythen
Um Budanow ranken sich zahlreiche Legenden. Der heute 40-Jährige gilt als Überlebenskünstler und als Architekt spektakulärer Operationen gegen russische Ziele. In der Ukraine genießt er hohes Ansehen, international wird er als entschlossener Stratege wahrgenommen. Seine Karriere ist geprägt von Risiko, Geheimhaltung und direkten Einsätzen. Seit seiner Ernennung zum HUR-Chef im Jahr 2020 formte Budanow den Militärgeheimdienst zu einer schlagkräftigen Organisation. Besonders seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 machte der Dienst mit gezielten Aktionen auf sich aufmerksam und das von Sabotageakten bis hin zu Operationen tief im russischen Machtapparat. Budanow gilt nicht als reiner Organisator. Nach ukrainischen Angaben war er selbst an heiklen Missionen beteiligt, unter anderem bei Gefechten in umkämpften Gebieten. Diese Nähe zum Einsatzgeschehen unterscheidet ihn von vielen seiner Vorgänger und stärkte seinen Ruf innerhalb der Streitkräfte.
Ausbildung mit US-Verbindung
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Budanow auch durch seine enge Anbindung an westliche Partner. Laut Medienberichten wurde er im Rahmen eines Programms des US-Auslandsgeheimdienstes CIA ausgebildet. Nach einer Verwundung soll er zudem in den USA medizinisch behandelt worden sein – ein ungewöhnlicher Schritt mit politischem Signalwert. Dass Budanow in Moskau als Feindbild gilt, zeigt sich auch an mehreren mutmaßlichen Anschlagsversuchen. Nach eigenen Angaben überlebte er zahlreiche Attentate. Auch seine Familie geriet bereits ins Visier. Diese Vorgeschichte verstärkt sein Image als eine der meistgejagten Figuren des ukrainischen Machtapparats.
Klare Worte zur Kriegsdynamik
Zuletzt meldete sich Budanow mehrfach zur militärischen Lage zu Wort. Er warnte vor einer möglichen Ausweitung russischer Aggressionen und sprach offen über wirtschaftliche Schwächen Moskaus. Einen Verhandlungsprozess hält er langfristig für unvermeidlich, warnt jedoch vor schnellen Lösungen ohne schmerzhafte Kompromisse. Für eine lange Einarbeitung bleibt aber wenig Spielraum. Bereits in den kommenden Tagen stehen hochrangige Treffen mit Sicherheitsberatern mehrerer Staaten sowie Vertretern von NATO und Europäische Union an. Budanow übernimmt dabei eine Schlüsselrolle.
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mlk/sfx/news.de
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