Ungewissheit nach Maduro-Festnahme: Regime trotz Diktatoren-Sturz intakt - Angst vor schmutzigem Trump-Deal
Nach der Festnahme von Machthaber Nicolás Maduro durch US-Einheiten herrscht in Venezuela Ungewissheit. Obwohl der Diktator gestürzt wurde, ist sein Regime weiterhin intakt. Die Angst der Opposition vor einem schmutzigen Trump-Deal ist groß.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Ungewissheit in Venezuela nach US-Angriff und Maduro-Festnahme
- Militär behält die Kontrolle - Regime trotz Maduro-Sturz intakt
- Opposition fürchtet schmutzigen Trump-Deal
Nach der Festnahme von Machthaber Nicolás Maduro durch US-Einheiten herrscht in Venezuela eine Atmosphäre der Ungewissheit. Während Exil-Venezolaner weltweit den Sturz des Despoten feierten, verhält sich die Bevölkerung im Land selbst zurückhaltend. Viele Menschen wagen es nach wie vor nicht, ihre Meinung offen kundzutun - besonders nicht in Gegenwart von Sicherheitskräften.
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Ungewissheit in Venezuela nach US-Angriff und Maduro-Festnahme
"Wir wissen ja immer noch nicht, wer wirklich auf welcher Seite steht", erklärte ein Einwohner aus Caracas gegenüber "Bild". Die erhofften Massendemonstrationen bleiben aus, denn zu oft haben Proteste in der Vergangenheit nicht zur Befreiung, sondern zu Verhaftungen und Gewalt geführt. Und obwohl der Diktator gestürzt wurde, bleibt das eigentliche Machtzentrum Venezuelas unverändert: Die Streitkräfte und Sicherheitsapparate haben sich hinter Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gestellt, die vom obersten Gericht zur Interimspräsidentin ernannt wurde.
Opposition in Venezuela fürchtet schmutzigen Trump-Deal
Die Regierung von Donald Trump wiederum scheint derzeit keinen radikalen Machtwechsel anzustreben. Offenbar überwiegt die Einschätzung, dass ein sofortiger Übergang an die Opposition zu riskant wäre, solange die Kontrolle über das Militär fehlt. Führende Oppositionspolitiker wie Maria Machado sind zwar international anerkannt, doch viele leben im Ausland. Nur unter erheblichen Gefahren könnten sie sich nach Venezuela begeben. In der Opposition wächst deshalb die Sorge vor einem schmutzigen Trump-Deal.
Militär behält die Kontrolle - Regime trotz Maduro-Sturz intakt
Man befürchtet, dass Maduro zwar beseitigt ist, aber sein autoritäres System mit seinen bisherigen Strukturen und Funktionären fortbestehen wird. "Es darf nicht sein, dass Maduro jetzt weg ist, aber seine Schergen in den Ämtern bleiben und damit die Diktatur genau so weitergeht", so ein Oppositionsmitglied gegenüber "Bild". Eine berechtigte Sorge, denn derzeit gibt es keine erkennbaren Risse im Machtapparat. Das Militär demonstriert Stärke ohne Anzeichen von Nervosität. Es kontrolliert Grenzübergänge, Verkehrswege und wichtige Einrichtungen. Für die Bevölkerung sendet dies eine unmissverständliche Botschaft: Der Staatsapparat funktioniert weiterhin.
Zweifel an echtem Neuanfang - Trump stellt Weichen für Venezuela Zukunft
Es verwundert daher nicht, dass viele Venezolaner daran zweifeln, dass die angekündigten freien Wahlen tatsächlich stattfinden werden oder ob es sich lediglich um ein taktisches Manöver handelt, um Zeit zu gewinnen und internationalen Druck abzumildern. Statt in Caracas werden die Weichen für Venezuelas Zukunft derzeit eher in Washington gestellt. Ob dieser Moment einen echten Neuanfang markiert oder nur eine weitere Episode autoritärer Stabilisierung darstellt, bleibt abzuwarten.
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