Donald Trump: US-Präsident glaubt Putins Drohnen-Lüge nicht länger
Noch vor einer Woche war US-Präsident Donald Trump "sehr verärgert" über den angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf Wladimir Putins Residenz - jetzt glaubt er nicht mehr, dass es ihn überhaupt gab.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Donald Trump glaubt Putin-Lüge nicht mehr
- CIA widerlegt Wladimir Putins Anschuldigungen
- Kiew wittert Ablenkungsmanöver von Putin
US-Präsident Donald Trump hat seine Position zum angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des russischen Staatschefs grundlegend revidiert. Noch vor sieben Tagen hatte Trump völlig anders reagiert. Nach einem Telefonat mit Wladimir Putin zeigte er sich "sehr verärgert" über die Anschuldigungen gegen Kiew.
Donald Trump glaubt Putin-Lüge nicht mehr
Der Kremlchef hatte Trump persönlich über den vermeintlichen Drohnenangriff auf seine Waldai-Residenz informiert. Trumps damalige Reaktion:
- "Das ist nicht gut."
Nun die komplette Kehrtwende bei Trump.
- "Ich glaube nicht, dass das passiert ist", erklärte Donald Trump gegenüber Journalisten. Zwar sei in der Nähe etwas geschehen, dies stehe jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Vorwurf.
CIA widerlegt Wladimir Putins Anschuldigungen
Der Meinungsumschwung des US-Präsidenten kam nicht von ungefähr. Der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA hatte die Behauptungen aus Moskau bereits zuvor entkräftet. Nach Erkenntnissen der Geheimdienstler hatte die Ukraine weder Putin persönlich ins Visier genommen, noch dessen Anwesen attackiert.
Laut Berichten des "Wall Street Journal" galt der Drohnenangriff einem militärischen Objekt in derselben Region wie die Präsidentenresidenz. Dieses Ziel befand sich allerdings nicht in unmittelbarer Nähe des Anwesens. Die CIA-Analyse bestätigte diese Einschätzung und widersprach damit den schwerwiegenden Vorwürfen des Kremls.
Kiew wittert russisches Ablenkungsmanöver
Die ukrainische Regierung hatte die Anschuldigungen von Beginn an entschieden zurückgewiesen. Seit dem 29. Dezember verbreitet Moskau die Behauptung, Kiew habe mit Kampfdrohnen einen Anschlag auf Putins Waldai-Residenz versucht.
Aus ukrainischer Sicht verfolgt der Kreml mit dieser Darstellung ein klares Ziel: Die Vorwürfe sollen als Rechtfertigung dienen, den Krieg trotz laufender Friedensgespräche fortzuführen. Zudem befürchtet Kiew, dass Russland die unbelegten Anschuldigungen als Begründung für erneute Angriffe auf ukrainische Regierungsgebäude nutzen könnte.
Lesen Sie auch diese Artikel:
- Keine Chance als Nachfolger - Insider rechnet mit Trump-Vize ab
- Drohnenangriff auf Putins Residenz? Experten entlarven Kreml-Lüge
rut/news.de/dpa
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.