Donald Trump dement?: "The Don" verplappert sich - Mediziner sehen Befürchtungen bestätigt

Donald Trump betont immer wieder gebetsmühlenartig, dass ihm von seinem Ärzteteam exzellente Gesundheit bescheinigt werde und dass er kognitive Tests wiederholt mit Bravour gemeistert habe - Experten sehen darin die Bestätigung ernsthafter Demenz-Befürchtungen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump prahlt nur zu gerne mit seinen medizinischen Untersuchungsergebnissen - und hat Experten zufolge damit die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. (Foto) Suche
Donald Trump prahlt nur zu gerne mit seinen medizinischen Untersuchungsergebnissen - und hat Experten zufolge damit die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump verplappert sich: Bestätigt "The Don" hier die Gerüchte um eine Demenzerkrankung?
  • US-Präsident wiederholt kognitiv untersucht - Medizin-Experten ziehen eindeutige Schlüsse
  • "Demenz wird überwacht, nicht bewertet": Donald Trump redet sich mit Prahl-Post um Kopf und Kragen

Als ältester Präsident, der in den USA jemals im Amt war, steht Donald Trump schon allein aus medizinischer Sicht unter besonderer Beobachtung - die Frage, ob der US-Republikaner, der im Juni 2026 seinen 80. Geburtstag feiern wird, seinem Job als US-Präsident mental und körperlich gewachsen ist, begleitet "The Don" seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 auf Schritt und Tritt.

Donald Trump an Demenz erkrankt? Wiederholte kognitive Tests machen Mediziner stutzig

Und Donald Trump wird nicht müde zu beteuern, seine Ärzte würden ihm nach jeder Untersuchung eine "exzellente Gesundheit" bescheinigen. Bei Medizinern, die nicht zum persönlichen Team des US-Präsidenten gehören, schrillen jedoch immer wieder Alarmglocken: Redet sich Donald Trump um Kopf und Kragen und bestätigt mit seinem Eigenlob in Wahrheit nur die Gerüchte, dass er ein schwer kranker und amtsunfähiger Mann ist?

"The Don" prahlt mit Untersuchungsergebnis - und redet sich um Kopf und Kragen

Kaum hatte das Jahr 2026 begonnen, setzte Donald Trump erneut zu einem Lobgesang auf seine angeblich unerschütterliche körperliche und geistige Verfassung an: In seinem Beitrag bei Truth Social brüstete sich der Republikaner damit, "zum dritten Mal in Folge" eine Untersuchung seiner geistigen Fähigkeiten gemeistert und "100 Prozent der Fragen korrekt beantwortet" zu haben. Trump verkündete stolz, die Ärzte des Weißen Hauses hätten ihm "perfekte Gesundheit" bescheinigt. Kein anderer Präsident vor ihm habe in derartige Untersuchungen eingewilligt, schob Trump selbstgefällig nach - ohne darauf einzugehen, wieso seine geistige Verfassung innerhalb seines ersten Amtsjahres gleich drei Mal von Medizinern getestet wurde.

Für Experten wie Dr. Vin Gupta und Dr. John Gartner, die "Raw Story" und"The Daily Beast" um eine Einordnung von Trumps Lobgesang auf seine Gesundheit bat, liegt es auf der Hand: Donald Trump hat sich in einem Anflug von Selbstgefälligkeit um Kopf und Kragen geredet und bestätigt, was seit Monaten getuschelt wird - nämlich dass der US-Präsident mit einer Demenzerkrankung zu kämpfen habe. Der NBC-Medizinanalyst warnte, dass derart häufige Tests auf den sogenannten Montreal Cognitive Assessment (MOCA) üblicherweise durchgeführt werden, wenn Ärzte sich Sorgen über frühe Anzeichen von Demenz machen. Auch der Psychologe Dr. John Gartner äußerte sich besorgt über die Häufigkeit der Untersuchungen.

Experten schlagen wegen Donald Trump Alarm: "Das ist nicht der Erfolg, für den er es hält"

Dr. Vin Gupta, ehemaliger Chief Medical Officer bei Amazon Pharmacy, erläuterte in der Sendung "Deadline: White House" die Bedeutung des MOCA-Tests. Dieses Screening-Instrument werde eingesetzt, wenn Ärzte Bedenken wegen altersbedingtem kognitivem Abbau, leichter kognitiver Beeinträchtigung oder früher Demenz hätten. "Das ist nicht der Erfolg, für den er es hält", sagte Gupta. "Man macht das nicht jeden zweiten Tag und nutzt das als Beweis dafür, dass man kognitiv fit ist." Patienten, die den Montreal-Test mit solcher Häufigkeit absolvieren, würden typischerweise wegen des Verdachts auf frühe Demenz oder kognitive Beeinträchtigung überwacht. Trump könnte sich damit ungewollt in eine Kategorie einordnen, in die er nicht gehören wolle, warnte der Mediziner.

Donald Trump wird kognitiv getestet: Psychologe erkennt "Überwachung von Demenz, nicht Bewertung"

Der Psychologe Dr. John Gartner vertritt eine noch deutlichere Position. Gegenüber dem "Daily Beast Podcast" argumentierte er, dass ein einmaliger MOCA-Test bei einem älteren Patienten im Rahmen einer Routineuntersuchung noch vertretbar sei. "Wenn man ihn dreimal durchführt, bedeutet das, dass man keine Demenz bewertet. Das bedeutet, dass man Demenz überwacht", erklärte Gartner.

Der Psychologe verwies zudem auf das zunehmend unberechenbare Verhalten des Präsidenten als Hinweis auf kognitiven Abbau. "Wenn Menschen Demenz entwickeln, werden sie die schlechtesten Versionen ihrer selbst", sagte er gegenüber dem "Daily Beast". Persönlichkeitsprobleme würden sich verschlechtern, Betroffene würden "noch gröber, unorganisierter, aggressiver und verwirrter".

Weißes Haus mauert bei Fragen zur Gesundheit von Donald Trump

Die Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand werden durch die Zurückhaltung des Weißen Hauses zusätzlich befeuert. Pressesprecherin Karoline Leavitt weigert sich wiederholt, Journalisten oder der Öffentlichkeit Details zu den medizinischen Untersuchungen des Präsidenten mitzuteilen. Als Trump im Oktober selbst erwähnte, dass er während einer körperlichen Untersuchung ein MRT erhalten habe, verweigerte das Weiße Haus zunächst jede Erklärung. Erst im Dezember hieß es, die Untersuchung sei eine "präventive" Maßnahme aufgrund seines Alters gewesen – eine Begründung, die Medizinexperten sofort anzweifelten. Trump selbst reagierte im Dezember mit einem wütenden Beitrag auf Truth Social auf die anhaltenden Berichte. Er bezeichnete es als "aufrührerisch, vielleicht sogar verräterisch", über seine Gesundheit zu diskutieren.

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