Donald Trump: "The Don" feiert Maduro-Festnahme und reißt Macht in Venezuela an sich

US-Spezialeinheiten haben Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen – Donald Trump verfolgte den Zugriff live "wie eine Fernsehsendung" und kündigte an, dass die USA die macht in dem südamerikanischen Land übernehmen werden.

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US-Präsident Donald Trump berichtet, er habe die Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in Echtzeit verfolgt. Sie sei rasant abgelaufen - und gewaltsam. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump berichtet, er habe die Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in Echtzeit verfolgt. Sie sei rasant abgelaufen - und gewaltsam. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump befiehlt Angriff auf Venezuela - Präsident Maduro festgenommen und außer Landes gebracht
  • "Wie eine Fernsehsendung": US-Präsident verfolgte Maduro-Festnahme live mit
  • Venezolanischer Präsident in New York angeklagt - das sind die Vorwürfe
  • Trump: USA führen Venezuela bis zu sicherem Übergang

Die Meldung verbreitete sich am Morgen des 3. Januar 2026 wie ein Lauffeuer: Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump Venezuela angegriffen, US-Spezialeinheiten nahmen den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro fest und brachten ihn und seine Ehefrau Cilla Flores außer Landes. Die Maduros sollen sich laut Trump auf dem Kriegsschiff Iwo Jima befinden. Ein Hubschrauber habe sie außer Landes und auf das Schiff geflogen, so Trump. Nach Angaben von US-Justizministerin Pam Bondi sind beide in New York angeklagt. Ihnen werden schwere Vergehen im Zusammenhang mit Drogenhandel und Drogenterrorismus zur Last gelegt.

Bislang ist unklar, wo die Maduros in New York festgehalten werden sollen. CNN mutmaßt, dass das Hochsicherheitsgefängnis Metropolitan Detention Center in Brooklyn dafür ausgestattet sein könnte. Hier wurden auch der Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán, aber auch die Musiker Sean "Diddy" Combs und R.Kelly und die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell inhaftiert. Laut US-Medien könnten die Maduros bereits am Montag einem Richter vorgeführt werden.

Donald Trump verfolgte Festnahme von Venezuela-Präsident Maduro in Echtzeit

US-Präsident Donald Trump bestätigte die militärische Operation am Samstagmorgen in einem Interview mit dem Sender "Fox News", nachdem er bereits auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social den Angriff auf das südamerikanische Land bestätigt hatte.

Der US-Präsident beobachtete die Festnahme Maduros nach eigenen Angaben live in seinem Anwesen Mar-a-Lago. Gemeinsam mit hochrangigen Militärvertretern schaute er die Operation in einem Raum seines Privatanwesens. Trump bezeichnete das Erlebnis als "wie in eine Fernsehsendung zu schauen". Im Interview mit "Fox News" zeigte sich der Präsident beeindruckt von der Durchführung. "Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten - es war unglaublich", erklärte Trump. Er bezeichnete den Einsatz als äußerst komplexes Manöver und sprach den beteiligten Einheiten sein Lob aus.

Trump postet Bild von gefangenem Maduro

US-Präsident Donald Trump hat ein erstes Bild veröffentlicht, das den gefangengenommenem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro zeigen soll. Auf der Plattform Truth Social postete der Republikaner eine Abbildung, auf der Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen ist. Trump schrieb dazu: "Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima."

Trump: Führen Venezuela bis zu sicherem Übergang

Die USA wollen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump übergangsweise die Führung in Venezuela übernehmen. "Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können", sagte der Republikaner in einer Pressekonferenz nach der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro. Trump sagte, die Venezolaner seien nun "frei".

Venezuelas autoritärer Staatschef Maduro wirft den USA schon lange vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Nach seiner von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl 2024 erkannte die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmäßigen Staatschef an. Außerdem gehen die US-Behörden davon aus, dass Maduro in Drogengeschäfte verwickelt ist. Für Informationen, die zu seiner Festnahme führen, hatten die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.

Venezuela-Präsident Maduro von US-Spezialkräften festgenommen - so lief der Zugriff

Bei dem Militäreinsatz durchbrachen amerikanische Soldaten speziell gesicherte Stahltüren. Zahlreiche Flugzeuge, Helikopter und Kampfjets standen für die Operation bereit. Die US-Streitkräfte waren laut Trump auch auf einen möglichen zweiten Angriff vorbereitet. Bereits eine Woche vor der Festnahme hatte Trump den venezolanischen Präsidenten telefonisch kontaktiert. "Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben", schilderte der US-Präsident das Gespräch. Maduro lehnte die Aufforderung zur Kapitulation jedoch ab. Daraufhin ordnete Trump offenbar den militärischen Zugriff an.

Das wird Venezuelas Präsident Maduro und Ehefrau Cilla Flores vorgeworfen

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro ist nach einem US-amerikanischen Angriff festgenommen und außer Landes gebracht worden - Aussagen von Donald Trump zufolge sollen Maduro und dessen Ehefrau in New York angeklagt werden. (Foto) Suche
Venezuelas Präsident Nicolas Maduro ist nach einem US-amerikanischen Angriff festgenommen und außer Landes gebracht worden - Aussagen von Donald Trump zufolge sollen Maduro und dessen Ehefrau in New York angeklagt werden. Bild: picture alliance/dpa/AP | Ariana Cubillos

US-Justizministerin Pam Bondi bestätigte die Anklageerhebung gegen Maduro und seine Frau in New York. Dem venezolanischen Staatschef werden mehrere schwerwiegende Straftaten vorgeworfen, darunter Verschwörung zum Drogenterrorismus und Verschwörung zum Kokainimport in die Vereinigten Staaten. Zusätzlich zu den Drogendelikten muss sich Maduro wegen des Besitzes von Maschinengewehren und Sprengstoff verantworten. Bondi veröffentlichte die Anklagepunkte auf der Plattform X. Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores ist in die Anklage einbezogen und muss sich ebenfalls wegen Verbrechen im Zusammenhang mit Drogenhandel vor Gericht verantworten.

Trump: Bereit für zweite Welle von Angriffen auf Venezuela

US-Präsident Donald Trump hat eine "zweite, deutlich größere Welle" von Angriffen in Venezuela in Aussicht gestellt. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro "so erfolgreich" gewesen sei, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. "Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen."

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/news.de/dpa/stg

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