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Wladimir Putin: Rückzug verboten! Jetzt mischt Putin selbst bei der Kriegsplanung mit

Wladimir Putin schaltet sich laut US-Geheimdiensten zunehmend direkt in die Kriegsplanung ein. Offenbar will der russische Präsident die nächste militärische Blamage verhindern. Seine Männer jedoch fühlen sich zunehmend im Stich gelassen.

Ein Rückzug kommt für Wladimir Putin nicht infrage. Koste es, was es wolle. (Foto) Suche
Ein Rückzug kommt für Wladimir Putin nicht infrage. Koste es, was es wolle. Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin pool via AP | Grigory Sysoev

Der Ukraine-Krieg läuft derzeit nicht gut für Wladimir Putin. Mit einer äußerst wirksamen Gegenoffensive haben die ukrainischen Truppen die Russen in die Flucht geschlagen und im Osten ihr Land zurückerobert. Nun droht Russland auch noch der Verlust von Cherson. Als Reaktion auf die brenzlige Situation in der Ukraine hat Kreml-Tyrann Putin 300.000 russischen Reservisten mobilisiert. Doch das ist wohl erst der Anfang.

Wladimir Putin mischt aktiv bei Kriegsplanung im Ukraine-Krieg mit

Einem Bericht der "New York Times" zufolge habe sich Putin in den letzten Wochen wieder deutlich aktiver in die Kriegsplanung der russischen Armee eingemischt. Die US-Zeitung bezieht sich dabei auf amerikanische Offizielle. Demnach habe der russische Präsident seinen Kommandeuren einen Rückzug aus der weiterhin hart umkämpften Stadt Cherson verboten.

Putin verbietet Generälen Rückzug aus Cherson

Dabei wollten sich seine Befehlshaber dem Bericht nach über den Fluss Dnipro zurückziehen, um Ausrüstung und Leben zu schützen. Doch sie dürfen nicht. Das Problem für Putin: Cherson war die erste Großstadt, die unter russische Kontrolle fiel. Erobert die Ukraine die Stadt komplett zurück, wäre es ein großer Sieg für die ukrainischen Truppen und eine weitere Niederlage für Putin. Der Verlust von Cherson würde auch dem derzeit laufenden "Referendum" einen erheblichen Schlag verpassen.

Kreml-Chef ignoriert Ratschläge von Kommandeuren

Weiter behauptet die "New York Times" unter Berufung auf Erkenntnisse von US-Geheimdienstleuten, dass sich Putin immer mehr persönlich in die Kriegsplanung seiner Armee einmischen würde. Dabei setze er sich oftmals über den Ratschlag von Kommandeuren hinweg, heißt es. Putins Einmischung sorgt an der Front für zusätzliche Spannungen. Viele Soldaten wollen nicht mehr weiterkämpfen. Sie fühlen sich von Putin im Stich gelassen.

Tatsächlich wird es für die dortigen Soldaten immer brenzliger, da die Ukrainer ihnen bereits mehrere Versorgungswege abgeschnitten haben. Doch das ist Putin scheinbar egal. Er habe stets den Sieg um jeden Preis im Blick, schreibt die "New York Times". Auch Militärexperten sehen Putins Einmischung in den Krieg kritisch. "In diesem Krieg gab es ein ständiges Missverhältnis zwischen Putins politischen Zielen und den militärischen Mitteln zu ihrer Verwirklichung. An wichtigen Entscheidungspunkten hat Putin gezögert und sich geweigert, die Realität anzuerkennen, bis sich die Möglichkeiten verschlechtert haben.", zitiert das US-Blatt den Militärexperten Michael Kofmann.

Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen Putins Kriegseinmischungen in den nächsten Tagen noch mit sich bringen werden. Sicher ist jedoch: Die Leittragenden werden wohl seine Soldaten sein.

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