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Donald Trump: Diebstahl-Anklage! Ex-Präsident fordert Ausweise zurück

Dass FBI-Beamte sein Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach bei einer Razzia umkrempelten und kistenweise Dokumente sicherstellten, passt Donald Trump gar nicht in den Kram. Nun macht der Ex-US-Präsident der Bundespolizei heftige Diebstahlvorwürfe.

Es-US-Präsident Donald Trump hat dem FBI vorgeworfen, ihm Ausweisdokumente geklaut zu haben. (Foto) Suche
Es-US-Präsident Donald Trump hat dem FBI vorgeworfen, ihm Ausweisdokumente geklaut zu haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Morry Gash

Diese Besucher waren Donald Trump gar nicht willkommen: Am 8. August 2022 wurde Mar-a-Lago, das Anwesen des Ex-US-Präsidenten in Florida, bei einer Razzia von Beamten der Bundespolizei FBI auf links gekrempelt.

FBI-Razzia bei Donald Trump: Bundespolizei beschlagnahmt kistenweise "streng geheime Dokumente"

Grundlage der Durchsuchung war der Verdacht, dass Donald Trump unter anderem gegen das Spionagegesetz verstoßen haben könnte. In Mar-a-Lago hatte das FBI Berichten zufolge auch als streng geheim eingestufte Dokumenten-Sätze gefunden und beschlagnahmt.

Donald Trump erhebt Diebstahlsvorwürfe gegen das FBI

Seiner Empörung über die FBI-Razzia verlieh Donald Trump umgehend Ausdruck, kaum dass die Beamten sich aus Mar-a-Lago zurückgezogen hatten. Der Ex-Präsident wetterte in einem Post auf dem von ihm mitbegründeten Netzwerk "Truth Social" gegen die Praktiken des FBI, die Razzia sei "weder notwendig noch angemessen" gewesen. Nun kommt ein weiterer Vorwurf gegen die Beamten hinzu: Donald Trump behauptet, vom FBI beklaut worden zu sein.

Ausweise geklaut, Mitarbeiter ausgesperrt: Trump wütet gegen FBI

Der Ex-Präsident behauptete, die Beamten hätten ihm bei der Razzia mehrere Reisepässe gestohlen. Bei den angeblich entwendeten Ausweisdokumenten soll es sich um drei Reisepässe Donald Trumps gehandelt haben, von denen einer bereist abgelaufen gewesen sein soll. Zudem machte Donald Trump dem FBI Vorwürfe, man habe seine Mitarbeiter während der Razzia ausgesperrt und die Überwachungskameras ausschalten lassen. Weiterhin stellte der Ex-Präsident den Vorwurf in den Raum, ihm sei belastendes Material untergejubelt worden.

Ex-Präsident beschwert sich über vergiftete Stimmung in den USA nach "Betrug und Hexenjagd"

Damit war Donald Trumps Schimpftirade jedoch noch nicht vorüber. Der Republikaner wetterte im Gespräch mit "Fox New Digital" weiter, es werden "schreckliche Dinge passieren", nachdem das Klima in den USA durch Aktionen wie die Razzia in Mar-a-Lago gestört worden sei. "Nie zuvor gab es einen Zeitpunkt, an dem die Polizei dazu benutzt wurde, in das Haus eines früheren US-Präsidenten einzubrechen", schimpfte Trump weiter. "Das Land ist in einer gefährlichen Situation. Die Angst ist nach all den Jahren des Betrugs und der Hexenjagden immens, so etwas habe ich noch nie erlebt", wird der frühere US-Präsident zitiert.

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Justizministerium will angeblich geklaute Ausweise an Trump zurückgeben

Nach der FBI-Razzia habe Trump eigenen Angaben zufolge Kontakt mit dem Justizministerium aufnehmen lassen und seine Hilfe bei den weiteren Ermittlungen angeboten, schreibt die "New York Post". Zugleich verlieh Trump seiner Forderung Nachdruck, man möge ihm die gestohlenen Pässe zurückgeben: "Ich fordere hier mit höflich, dass diese Dokumente unverzüglich dorthin zurückgebracht werden, von wo sie entwendet wurden", so Trump in einem Online-Post. Der "New York Times" zufolge hat das Justizministerium nun Fehler eingeräumt und Kontakt zu Trumps Anwälten aufgenommen, um die teils abgelaufenen Dokumente zurückzugeben.

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/news.de/dpa

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