Uhr

Energie-Notlage in Deutschland: Söder warnt vor Stromausfall! Geht Deutschland die Energie aus?

Die Energiekrise könnte sich ernsthaft zuspitzen. Deshalb muss die Bundesregierung reagieren, meint Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Sonst droht neben einem Gas-Kollaps womöglich ein Blackout. 

Markus Söder sieht die Bundesregierung wegen der drohenden Energie-Notlage in der Verantwortung. (Foto) Suche
Markus Söder sieht die Bundesregierung wegen der drohenden Energie-Notlage in der Verantwortung. Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Erneut warnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor den Folgen der Energiekrise. "Deutschland geht die Energie aus, es drohen kalte Winter. Das Land steht vor einem ökonomischen Infarkt, wenn das Gas nicht mehr fließt", sagte Söder am Samstag auf einem Parteitag der Oberbayern-CSU in Ingolstadt. Neben einem "Gasnotstand" könne auch ein "Blackout" drohen, wenn die Bundesregierung nichts unternimmt, sagte Söder.

Markus Söder warnt vor Blackout und Gas-Notstand

CSU-Chef Markus Söder hat der Bundesregierung Versagen insbesondere im Kampf gegen die aktuelle Energiekrise vorgeworfen. "Wenn es am Ende zu einem Gasstillstand und zu einem Blackout kommt, trägt allein die Bundesregierung die Verantwortung", sagte Söder im Interview mit "Welt am Sonntag".

Viele Menschen könnten sich vieles nicht mehr leisten, Normalverdiener müssten den Abstieg fürchten, warnte der bayerische Ministerpräsident. Dabei sei es zentrale Aufgabe der Bundesregierung, für warme Wohnungen, Energie, Arbeitsplätze und bezahlbares Essen zu sorgen. "Und eine Regierung, die das nicht schafft, die hat ihren Auftrag grundlegend verfehlt."

Markus Söder: Bundesregierung tut zu wenig gegen Energiekrise

Söder bekräftigte dabei seinen Vorwurf, die Bundesregierung unternehme zu wenig, um für einen Ersatz für russisches Gas zu sorgen. Andere Länder wären besser auf diese Krise vorbereitet, betonte er auch im Interview mit "Welt am Sonntag". Es hätten längst Lieferverträge etwa mit Katar geschlossen - da hinke Deutschland leider weit hinterher. Erneut forderte der CSU-Chef längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke, damit zur Gas- nicht auch noch eine Strom-Lücke dazukomme. "Alles, was geht, an Energie zusammenbringen – und nichts weglassen oder aus ideologischen Gründen abschalten", so Söder im "Welt am Sonntag"-Interview. Er denkt nicht, dass erneuerbare Energien wie Windkraft in dieser "Notlage" helfen würden.Die stehen leider nicht bis zum 1. Januar 2023".

Markus Söder fordert: Bürger müssen entlastet werden

Um die Menschen angesichts der hohen Inflation finanziell zu entlasten, forderte Söder erneut niedrigere Energiesteuern, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und eine höhere Pendlerpauschale. Zudem müssten Rentner und Studenten, die im bisherigen Entlastungspaket der Bundesregierung fehlten, ebenfalls finanziell entlastet werden: "Wer Pakete schnürt, der muss alle entlasten. Es gibt keine zwei Klassen beim Heizen oder Essen."

Lesen Sie auch:Söder warnt vor "Gas-Triage"! Wer bekommt was, wenn Putin das Gas abdreht?

Twitter entsetzt über Markus Söders Vorwürfe

Markus Söders Kritik an der Bundesregierung und seine Forderungen lösen auf Twitter eine Debatte aus. Viele Bürger und Bürgerinnen kreiden ihm an, dass er ja nur redet, aber selbst keine Lösungen umsetzt. Denn die Union hat es in den letzten 16 Jahren versäumt sich von russischem Gas unabhängig zu machen und so Energiesicherheit in Deutschland zu gewährleisten, hieß es bereits in früheren Kommentaren. "Geil wie genau
@Markus_Soeder Fehler immer nur bei anderen findet und sieht? Wollen wir in Bayern so einen Faker und Populisten an der Regierung? #bayernwahl2023", heißt es in einem Tweet. ""Warum warnen die Politiker immer das deutsche Volk vor diesem und jenem? Es ist deren Aufgabe dies und das zu verhindern. Wenn sie das nicht können, dann sollen sie verschwinden", findet ein weiterer Nutzer.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Twitter, Pinterest und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos und den direkten Draht zur Redaktion.

/news.de/dpa

Themen: