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Nancy Faeser privat: Zwischen Bundestag und Familie! So lebt die Innenministerin heute

Sie ist die Überraschung im Kabinett von Olaf Scholz. Die scharfzüngige SPD-Politikerin kämpfte sich ganz nach oben und besetzte den Posten als Innenministerin. Aber wer ist sie und wie lebt sie privat?

Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf dem roten Teppich bei der Berlinale 2022. (Foto) Suche
Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf dem roten Teppich bei der Berlinale 2022. Bild: picture alliance/dpa | Gerald Matzka

Politische Wurzeln: Nancy Faesers Vater war Bürgermeister

Nancy Faeser wurde am 13. Juli 1970 in Bad Soden am Taunus geboren. Sie wuchs in Schwalbach am Taunus auf und legte eine Bilderbuch-Karriere hin. Ihr Vater Horst war als Bürgermeister ihrer Heimatstadt tief in der sozialdemokratischen Politik verwurzelt. Nancy Faeser zog nach ihrem Abitur zum Jurastudium - als erste ihrer Familie - nach Frankfurt am Main. Nach erfolgreichem Abschluss wurde sie als Rechtsanwältin in der Kanzlei Görg in Frankfurt am Main tätig, wo sie es bis zur Partnerin schaffte.

Steile Karriere: Wie wurde Nancy Faeser zur ersten deutschen Innenministerin?

Auch ihre politische Karriere ging steil bergauf. Bereits mit 18 Jahren trat Nancy Faeser in die SPD ein, wobei man laut "Süddeutscher Zeitung" munkelt, dass sie auch mit den Grünen liebäugelte. Im Jahr 2003 wurde sie als Abgeordnete Mitglied des hessischen Landtags (MdL). 2019 wurde sie Landesvorsitzende der hessischen Sozialdemokraten und damit Oppositionsführerin. Die hoch anerkannte und respektierte Politikerin wurde für die unterschiedlichsten Ämter gehandelt. Zuletzt sollte sie als Spitzendkandidatin in der hessischen Landtagswahl antreten. Doch daraus wurde nichts. Olaf Scholz wollte sie für sein Kabinett in Berlin - nicht zuletzt wegen ihrer zwölfjährigen Erfahrung als innenpolitische Sprecherin in Hessen. Am 8. Oktober trat sie als Spitzenkandidatin der SPD bei der hessischen Landtagswahl an.

Ohnmachtsschock! Nancy Faeser kippt im Wahlkampf bei Hessen-Wahl um

Die Wahlkämpfe verliefen für Nancy Faeser alles andere als rund. Im Wahlkampf 2021 hatte sie sich wohl etwas übernommen. Im September verkündete sie auf Twitter aus dem Krankenhaus, dass sie nach dem letzten Wahlkampftermin ohnmächtig geworden sei. Glücklicherweise handelte es sich wohl nur um eine Kreislaufschwäche, von der sie sich schnell erholte. 2023 war geprägt von Schlagzeilen. Das Wahlprogramm der SPD musste korrigiert werden, an einer Wahlkampfveranstaltung sollten nur Frauen teilnehmen und ein SPD-Video rückte Hessens Ministerpräsidenten Boris Rhein in AfD-Nähe.

Nancy Faesers Pläne für Deutschland - Mehr Migration und Kampf gegen Rechtsextremismus

Durch die Übernahme des Amtes der Innenministerin löst sie Horst Seehofer ab. Sie hat dabei ganz andere Pläne für Deutschland. Bei ihrer Vorstellung kündigte sie an, "die größte Bedrohung, die derzeit unsere freiheitlich demokratische Grundordnung hat, den Rechtsextremismus, zu bekämpfen." Im Umgang mit den NSU-Morden, dem Mord am hessischen Landtagsmitglied Walter Lübcke und dem Anschlag in Hanau konnte sie sich einen Ruf als hartnäckige Aufklärerin schaffen. Gleichzeitig brachte ihr der Umgang mit den Angehörigen der Opfer von Hanau große Sympathien ein.

Beim Thema Migration will sie sich eng mit Frankreich abstimmen, welches 2022 die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Laut "Welt" kritisiert sie Polens Zurückweisungspolitik. Sie will mehr Afghanen über Umsiedlungskontingente einfliegen als alle übrigen EU-Länder zusammen. In die Schlagzeilen geriet sie 2023 wegen Abschiebeplänen ihres Ministeriums von Geflüchteten. Abschiebungen auch bei langjährig Geduldeten sollen nach Plänen des Bundesinnenministeriums künftig nicht mehr angekündigt werden müssen. Betroffene könnten dann von der Polizei überraschend abgeholt und außer Landes gebracht werden. Das geht aus einem Diskussionspapier "zur Verbesserung der Rückführung" hervor, dass das Ministerium von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) Anfang August veröffentlichte. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete nun über diesen Aspekt.

Nancy Faeser privat: So lebt die SPD-Politikerin mit Mann und Sohn

Hart in der Sache, aber eine Frohnatur - so wird Nancy Faeser laut "Süddeutscher Zeitung" beschrieben. Auch privat prüft sie in der Sache, bevor sie sich ewig bindet. Bereits 20 Jahre lang kannte sie ihren Ehemann Eyke Grüning, bevor sie ihm 2012 das Ja-Wort gab. Das Familienglück wurde vollkommen, als sie 2015 den gemeinsamen Sohn auf die Welt brachte.

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Nancy Faeser privat im Steckbrief

Geburtstag:13. Juli 1970

Geburtsort: Bad Soden am Taunus

Sternzeichen: Krebs

Job: Juristin; seit 8. Dezember 2021 Bundesinnenministerin

Beziehungsstatus: verheiratet mit Mann Eyke Grüning

Kinder: ein Sohn

Nancy Faeser bei Twitter

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