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Coronavirus-News aktuell: Dauer-Impfschleife droht! Brauchen wir nun jedes Jahr einen Booster?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für eine zweite Auffrischungsimpfung für bestimmte Personengruppen aus. Noch gibt es keine offizielle Empfehlung. Experten glauben, dass gefährdete Personen womöglich jedes Jahr geboostert werden müssen. 

Für bestimmte Gruppen könnte jedes Jahr eine Booster-Impfung gegen Corona notwendig werden. (Foto) Suche
Für bestimmte Gruppen könnte jedes Jahr eine Booster-Impfung gegen Corona notwendig werden. Bild: AdobeStock / steheap

Ein Booster ist offenbar nicht ausreichend. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich für eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung ausgesprochen. Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine vierte Impfung geben. Droht Deutschland nun eine Impf-Dauerschleife?

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Mitte Januar hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach erklärt, dass eine vollständige Impfung aus drei Dosen besteht. Doch schon bald sei eine vierte Dosis notwendig. "Die Entscheidung der STIKO zur 4. Impfung bei Älteren und Risikopatienten ist richtig und gibt zusätzliche Sicherheit für diese Menschen", schreibt Lauterbach am Donnerstag auf Twitter. Laut Stiko ssoll bei gesundheitlich gefährdete Menschen frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung der zweite Booster erfolgen, bei Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen frühestens nach sechs Monaten.

Zur Begründung teilte das Gremium mit, dass aktuelle Daten einen schwindenden Infektionsschutz nach der ersten Auffrischimpfung gegen die Omikron-Variante binnen weniger Monate zeigten. Das sei besonders für Menschen ab 70 und Menschen mit Immunschwäche, die am gefährdetsten für einen schweren Verlauf bei einer Infektion seien, ein Risiko. Der zweite Booster solle nun den Schutz verbessern.

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Für Menschen, die nach der ersten Auffrischimpfung eine Corona-Infektion durchgemacht hätten, werde aber kein weiterer Booster empfohlen, hieß es. Die Stiko geht beim zweiten Booster von einer ähnlichen Verträglichkeit aus wie beim ersten. Das Gremium erklärte aber auch, "dass die Datenlage zur Effektivität und zur Sicherheit einer zweiten Auffrischimpfung noch limitiert ist".

Für gefährdete Gruppen sei es "durchaus denkbar", dass es "Empfehlungen für wiederkehrende Auffrischungsimpfungen" geben könnte, sagte Kassenärzte-Chef Andreas Gassen gegenüber der "Bild". "Normalbürger" seien nach drei Impfungen vermutlich "lange sehr gut gegen schweren Verlauf und Tod geschützt", doch bei sehr alten und immungeschwächten Menschen nehme dieser Schutz "rasch" ab.

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/sba/news.de

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