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Kim Jong-un: Mindestens zwei Raketen abgefeuert! Nordkorea provoziert die USA

Auch neue Sanktionen der USA können Kim Jong-un nicht abschrecken: Nordkorea verstößt weiter gegen UN-Auflagen und testet ballistische Raketen. Warum entwickelt Nordkorea einen neuartigen Raketentyp?

Kim Jong-un soll innerhalb von einem Tag zwei Raketen abgefeuert haben. Bild: picture alliance/dpa/KCNA | -

Nordkorea setzt auf Provokation: Kurz nachdem die USA dem Land mit weiteren Sanktionen drohten, ballert Kim Jong-un erneut um sich. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs wurden bei einem Waffentest mindestens zwei Raketen abgefeuert. Es handele sich vermutlich um ballistische Raketen von kurzer Reichweite.

Nach Androhung neuer Sanktionen für Nordkorea: Kim Jong-un provoziert die USA

Wie das südkoreanische Militär berichtet, seien die Raketen am Freitag im Nordwesten des Landes gestartet und in Richtung Osten geflogen. Wie weit sie flogen, war zunächst unklar. Südkoreas Militär hatte zunächst von einem zunächst nicht-identifizierten Geschoss gesprochen, das das Nachbarland abgefeuert habe. Damit setzte sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erneut über die UN-Resolutionen hinweg, die Nordkorea untersagen, ballistischer Raketen, die einen Atomsprengkopf tragen können, zu erproben.

Darum testet Nordkorea Hyperschall-Raketen?

Nordkorea hatte davor am 5. Januar und am vergangenen Dienstag jeweils einen Raketentest unternommen. Dabei wurden eigenen Angaben zufolge Hyperschall-Raketen erprobt. Bei solchen Waffen kann ein Hyperschall-Gleitflugkörper von einer ballistischen Rakete aus starten. Hyperschall-Waffen lassen sich wegen ihrer hohen Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit nur schwer abfangen.Beim jüngsten Test starteten die Raketen den Angaben Südkoreas zufolge im Nordwesten des Nachbarlandes an der Grenze zu China und flogen etwa 430 Kilometer in Richtung Meer im Osten. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärs berichtete, sollten sie vermutlich ein vorher festgelegtes Ziel auf einer unbewohnten nordkoreanischen Insel treffen.

Zuvor hatte Nordkoreas Außenministerium den USA "Provokation" vorgeworfen und mit einer deutlichen Reaktion gedroht. Am Mittwoch beschloss das US-Finanzministerium Sanktionen gegen fünf Nordkoreaner, denen es vorwarf, Güter für die Massenvernichtungs- und Raketenprogramme ihres Landes zu beschaffen. Zudem wollen die USA neue Sanktionen gegen Nordkorea durch die Vereinten Nationen durchsetzen.

Der Nationale Sicherheitsrat in Südkorea äußerte sein "tiefes Bedauern" wegen der andauernden Raketenstarts durch Nordkorea. Wie schon nach den Raketentests zuvor warf das Indo-Pazifik-Kommando der US-Streitkräfte Nordkorea vor, durch seine "illegalen Waffenprogramme" die Region zu destabilisieren. Das Kommando ging dabei ebenfalls von einem neuen Test mit ballistischen Raketen aus.

Nordkorea erklärt sich selbst zur Atommacht

Nordkorea reagierte auf die neuen Sanktionen mit zunächst unbestimmten Drohungen. Falls die USA die Konfrontation suchten, werde das Land eine "stärkere und deutlichere Antwort" geben, wurde ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag von den Staatsmedien zitiert. Die Entwicklung eines neuartigen Raketentyps sei nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet, sondern diene der Modernisierung von Waffen, hieß es.

Nordkorea hat sich selber als Atommacht erklärt. Angesichts der Verhandlungen über sein Nuklearwaffenprogramm gilt sein Status international aber als offen. Die Verhandlungen mit den USA kommen seit fast drei Jahren nicht mehr voran.

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bua/news.de/dpa