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Querdenken-Demo am 01.08.2021: 50.000 Teilnehmer! DAS passiert, wenn die Demo aufgelöst wird

Am Sonntag (01.08.2021) wollen 50.000 Menschen in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Bereits jetzt kursiert ein geheimer Plan, der skizziert, wie sich Demoteilnehmer*innen bei einer Auflösung verhalten sollen.

Die Querdenken-Bewegung hat für die geplante Großdemo am Sonntag in Berlin bereits einen Notfallplan. (Foto) Suche
Die Querdenken-Bewegung hat für die geplante Großdemo am Sonntag in Berlin bereits einen Notfallplan. Bild: dpa

Die Stuttgarter Querdenken-Bewegung hat für Sonntag (01.08.2021) zu einer Großdemonstration in Berlin aufgerufen. Erwartet werden bis zu 50.000 Teilnehmer*innen, die gemeinsam gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestieren wollen. Und bevor die Demo überhaupt begonnen hat, sorgt ein Geheim-Dokument der Querdenker*innen bereits für Schlagzeilen.

Querdenken-Demonstration am 01.08.2021: Geheimer Notfallplan veröffentlicht!

Wie "Focus Online" berichtet, schickte dieStuttgarter Initiative "Querdenken-711" eine Mitteilung an mehrere Medienhäuser. Darin sollte eigentlich die vermeintlich korrupte Landeregierung von Thüringen sowie die diffamierende Berichterstattung über die Bewegung an den Pranger gestellt werden. Doch dabei wurde offenbar ein vertrauliches Dokument mitgeschickt, das einen Demo-Notfallplan skizziert.

Das plant Querdenken bei einer Demonstrations-Auflösung

In dem Dokument gehen die Demonstrations-Organisatoren offenbar verschiedene Ausweichszenarien für die geplante Großdemo am 1. August 2021 in Berlin durch. Dieser Plan schreibt genau vor, was in welcher Situation zu tun sei. Sollte die Polizei die Versammlung verbieten oder auflösen, wollen die Querdenker*innen offenbar auf einen anderen Ort ausweichen, der nicht in der Stadtmitte liegt und nur schlecht abzuriegeln sei. In dem Zusammenhang fällt in dem Dokument auch das Codewort "Mutti". Es soll angeblich für einen nicht näher erläuterten Ausweich-Standort stehen.

Sitzblockade statt Auflösung! So soll trotz Verbot gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert werden

Bereits jetzt gegen die Veranstalter davon aus, dass die Demonstration in Berlin eingeschränkt wird. Damit die Demo-Teilnehmer*innen im Ernstfall zu einem neuen Veranstaltungsort gelangen, sind in dem Dokument verschiedene Car-, Roller und Bike-Sharing-Angebote in Berlin aufgeführt. Der Notfallplan setzt jedoch auf Deeskalation. Demnach sollenDeeskalationsteams vor Ort die Versammlung unterstützen. Eine Sitzblockade und das Singen eines "Friedenslieds" könnte ein weiteres Szenario bei einer Auflösung sein.

+++ Update: Berliner Polizei verbietet zwei "Querdenken"-Demos am Wochenende +++

Zwei für das Wochenende in der Hauptstadt geplante "Querdenken"-Kundgebungen gegen die Corona-Politik sind verboten worden. Das teilte ein Sprecher der Berliner Polizei am Mittwochabend mit. "Unter Berücksichtigung und nach Bewertung der objektiven Sachlage haben wir bisher zwei Versammlungen, eine am 31. Juli und eine am 1. August 2021, verboten." Um welche Demonstrationen genau es sich dabei handelt, teilte die Polizei auch auf Nachfrage nicht mit. Die Prüfung weiterer Versammlungen dauere außerdem noch an.

Am Sonntag ist unter anderem für den Nachmittag eine "Querdenken"-Kundgebung auf der Straße des 17. Juni in der Nähe des Brandenburger Tors geplant. Die Organisatoren von der Initiative "Querdenken 711" hatten dafür 22 500 Teilnehmer angemeldet, wie deren Sprecher, Michael Ballweg, am Mittwoch vor Bekanntwerden des Verbots sagte. Die Stuttgarter Initiative hat zu der Veranstaltung unter dem Motto "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie" aufgerufen.

Die Berliner Polizei bereitet sich nach Angaben des Sprechers auf ein einsatz- und kräfteintensives Wochenende vor. "Aktuell befinden wir uns in der Bewertung sämtlicher Umstände und Erkenntnisse." Daran richteten sich alle Folgemaßnahmen aus. "Soll heißen: unser Einsatzkonzept, die detaillierte Kräfteplanung einschließlich der Anforderung von Unterstützungskräften, aber auch eine Entscheidung darüber, ob und welche Versammlung betreffend ein Verbot ausgesprochen werden müsste."

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/loc/news.de

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