13.01.2021, 09.18 Uhr

USA vs. China: Angst vor drittem Weltkrieg! China droht mit "energischem Kampf"

Die Angst vor einem dritten Weltkrieg wächst! Schuld sind die aktuellen Spannungen zwischen China und den USA aufgrund der amerikanischen Annäherungspolitik an Taiwan. China droht mit Gegenmaßnahmen.

Entbrennt zwischen China und den USA ein militärischer Konflikt? Bild: AdobeStock / rangizzz

Die Beziehung zwischen China und den USA ist extrem angespannt. Nun kündigte die US-Regierung an, künftig offizielle Kontakte zur Regierung in Taiwan pflegen zu wollen. China reagierte auf diese Entscheidung mit scharfer Kritik. Führen diese Spannungen zum Ausbruch des dritten Weltkriegs?

Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian bekräftigte die Position der Pekinger Führung, wonach Taiwan ein "untrennbarer Teil des chinesischen Territoriums" sei. Die USA sollten alle Schritte unterlassen, ihre Beziehungen zu Taiwan aufzuwerten oder ihre militärische Kooperation zu stärken, drohte der kommunistische Staat.

China droht USA! Löst dieser Konflikt einen dritten Weltkrieg aus?

Bei der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zur Volksrepublik 1978 hätten die USA versprochen, Peking als alleinige und legitime Regierung Chinas anzuerkennen und nur inoffizielle Kontakte mit Taiwan zu unterhalten. Taiwan sei die "wichtigste und heikelste" Schlüsselfrage im Verhältnis zu den USA und die Voraussetzung für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen. "Alle Versuche, die Kerninteressen Chinas zu schädigen, werden energisch bekämpft."

Der Streit um den Status Taiwans geht auf den Bürgerkrieg in China zurück, als die Truppen der nationalchinesischen Kuomintang nach ihrer Niederlage gegen die Kommunisten unter Mao Tsetung nach Taiwan flüchteten. In Peking wurde 1949 die kommunistische Volksrepublik gegründet, während Taiwan als "Republik China" regiert wurde und sich seither zu einer freiheitlichen Demokratie entwickelt hat.

US-Politik provoziert China mit Annäherung an Taiwan

Die ausgehende US-Regierung hatte die Beschränkungen im Umgang ihrer Diplomaten und Regierungsvertreter mit Ansprechpartnern in Taiwan am Wochenende aufgehoben. Außenminister Mike Pompeo sagte, die USA wollten die kommunistische Führung in Peking nicht länger "beschwichtigen".

Eigentlich wollte die amerikanische UN-Botschafterin Kelly Craft diese Woche zu einem historischen Besuch nach Taiwan reisen. Es wäre die erste Visite dieser Art in dem diplomatisch isolierten Inselstaat seit 1968 gewesen. Doch die Reise wurde kurzfristig abgesagt. Chinas Protest sei dafür jedoch nicht der Grund. Die Absage begründete das US-Außenministerium mit anstehenden Personalentscheidungen und dem Bemühen, eine reibungslose Machtübergabe an die Biden-Administration zu gewährleisten.

Die Beziehungen zwischen der US-Regierung des abgewählten Präsidenten Donald Trump und der Regierung in Peking sind angespannt. Die USA und Taiwan unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Das American Institute in Taiwan (AIT) ist die Vertretung der USA. Mit seiner Ein-China-Doktrin versucht Peking, Taiwan international zu isolieren und seinen diplomatischen Partnern offizielle Beziehungen zu der demokratischen Inselrepublik zu untersagen. Auch Deutschland hat in Taipeh nur eine inoffizielle Vertretung und keine Botschaft.

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bua/fka/news.de/dpa

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