17.06.2020, 10.19 Uhr

Coronavirus-Krise aktuell: Akute Geldnot! Höherer Hartz-IV-Regelsatz gefordert

Durch die Coronakrise geraten immer mehr Menschen in Geldnot. Viele sind nun sogar auf Hartz-IV angewiesen. Doch reicht der Regelsatz wirklich zum Leben aus? Nun wird eine erneute Erhöhung der Grundsicherung gefordert.

Wie hoch ist der aktuelle Hartz-IV-Regelsatz? Bild: AdobeStock / pusteflower9024

Die Coronavirus-Pandemie stürzte viele Branchen in eine tiefe Krise. Tausende wurden in Kurzarbeit geschickt, Studierende haben ihren Nebenjob verloren, Selbstständige und Freiberufler bangen um ihre Existenz und Berufseinsteiger sowieStudienabsolventen bangen um ihre Zukunft. Doch auch Hartz-IV-Empfänger bekommen die Auswirkungen der Krise zu spüren. Experten fordern nun eine Erhöhung des Regelsatzes.

Coronavirus-Krise aktuell: Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger

Seit Beginn des Jahres bekommen Hartz-IV-Empfänger zwar mehr Geld, doch für viele Menschen ist der Regelsatz noch immer zu knapp bemessen. Viele Grundsicherungsempfänger sind auf Hilfe durch die Tafel oder kostenloses Schulessen angewiesen. Viele dieser Angebote sind im Zuge der Coronavirus-Pandemie jedoch weggebrochen. Durchschnittlich bekommen Hartz-IV-Empfänger seit Anfang des Jahres im Monat 1,88 Prozent mehr Geld.

Einem Ein-Personen-Haushalt sowie Alleinerziehenden stehen 432 Euro im Monat zu - einem Partner innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft 389 Euro. Personen unter 25, die entweder im Haushalt der Eltern oder ohne Zustimmung ausziehen, erhalten 345 Euro. Für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren gibt es 328 Euro und für Kinder von sechs bis 13 Jahren 308 Euro. Dennoch bekommt nicht jeder Hartz-IV-Empfänger trotz bundeseinheitlicher Regelsätze das gleiche Geld. Die Grundsicherung deckt neben dem Regelsatz zusätzlich auch die Mietkosten ab. Doch nur knapp 20 Prozent aller Empfänger kommen mit dem Geld über die Runden.

Vermögensprüfung ausgesetzt! Zahl der Hartz-IV-Empfänger gestiegen

Durch die Corona-Krise hat sich die Zahl der Hartz-IV-Empfänger erhöht. Einige Politiker forderten sogar den Zugang zur Grundsicherung für bestimmte Personengruppen durch die Pandemie zu erleichtern. Seit dem ersten April 2020 soll die Vermögensprüfung für sechs Monate wegfallen. 

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bua/fka/news.de

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