Prozess (Gericht): Betäubt, vergewaltigt, gefilmt - Prozess in Schlussphase

Es geht um Übergriffe auf 14 Frauen: Der Mann soll sie in seiner Berliner Wohnung betäubt und vergewaltigt haben. Erst durch die Videos von den Taten erfuhren die Opfer, was ihnen widerfahren ist.

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Im Prozess um eine Serie von Vergewaltigungen betäubter Frauen könnten am Mittwoch (9.45 Uhr) vor dem Landgericht Berlin die Plädoyers beginnen. Ob anschließend am dann 14. Verhandlungstag auch ein Urteil verkündet wird, ist noch offen. Dem inzwischen 69 Jahre alten Angeklagten werden Übergriffe auf 14 Frauen im Alter von damals 50 bis 60 Jahren zur Last gelegt. Es geht um 22 Taten in der Zeit von 2016 bis Ende 2022.

Die Anklage lautet auf Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen. Der Deutsche hatte zu Prozessbeginn vor rund zwei Monaten gestanden. "Die Vergewaltigungen räume ich ein", erklärte der gelernte Elektriker über seinen Verteidiger. Auch der in der Anklage geschilderte Ablauf der Taten sei zutreffend. Auf Details ging der Berliner, der seit März in Untersuchungshaft sitzt, zunächst nicht ein.

44 weitere mutmaßliche Opfer

Laut Ermittlungen soll er die Frauen aus Berlin und Brandenburg über Online-Dating-Plattformen kennengelernt haben. Teils gab er sich als Polizeikommissar aus, teils als Bundeswehrpilot. Mit sedierenden Substanzen in Kombination mit Alkohol soll er die Opfer bewusstlos gemacht und vergewaltigt haben. Filmaufnahmen der Taten spielen im Prozess eine zentrale Rolle.

Die Opfer erfuhren erst im Zuge der Ermittlungen aufgrund von Videos, was ihnen widerfahren ist. Im Prozess wurden die Frauen unter Ausschluss der Öffentlichkeit befragt. Auch die Plädoyers werden nicht öffentlich sein.

Ins Visier war der 69-Jährige nach einem Hinweis der Polizei in Verden an der Aller in Niedersachsen geraten. Parallel zum Prozess werde gegen ihn weiter ermittelt - wegen einer Vielzahl weiterer mutmaßlicher Taten zum Nachteil von 44 Frauen, hieß es im Prozess.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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