Kriminalität: Prozess um riesige Drogen-Plattform im Darknet beginnt

Vor dem Frankfurter Landgericht geht es um Online-Drogenhandel in großem Stil. Der Angeklagte war in Spanien festgenommen worden.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Kokain, Fentanyl und Heroin: Eine riesige Plattform für Drogenhandel im Darknet ist Mitte vergangenen Jahres von den Behörden abgeschaltet worden. Der mutmaßliche Gründer und Administrator muss sich ab Montag vor dem Frankfurter Landgericht (9.00 Uhr) verantworten. Der 31-Jährige war im August angeklagt worden.

Bei der Plattform "Archetyp Market" handelte es sich laut Anklage zum Zeitpunkt der Abschaltung um den weltweit größten Handelsmarktplatz für Drogen und Arzneimittel. Der Angeklagte war im Juni 2025 von einer Spezialeinheit der spanischen Nationalpolizei in Barcelona festgenommen worden.

Zugleich gab es nach damaligen Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) Durchsuchungen im In- und Ausland und weitere Festnahmen. Die Serverinfrastruktur befand sich demnach in den Niederlanden.

Millionen Bestellungen und hoher Umsatz

Den Gesamtumsatz bezifferten die Ermittler auf etwa 330 Millionen Euro. Es soll mehr als 600.000 Konten von Kunden aus aller Welt und 2,3 Millionen Bestellungen gegeben haben.

Der in Frankfurt Angeklagte soll die Plattform gemeinsam mit mehreren Moderatoren betrieben haben. Er selbst soll laut den Ermittlungen Einnahmen von etwa 20 Millionen Euro erzielt haben.

Das Ermittlungsverfahren führte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, daher findet der Prozess am Frankfurter Landgericht statt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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