Justiz: Gefängnis-Ausbruch: Häftling hatte Versteck im Zellenboden

Mitten in der Nacht klettert ein Häftling über die Fassade der JVA Duisburg-Hamborn auf das Dach – und verschwindet spurlos. Jetzt stellt sich heraus: Er hatte ein Versteck im Zellenboden angelegt.

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Der Untersuchungshäftling, der am Morgen mit einem hollywoodreifen Ausbruch aus der JVA Duisburg-Hamborn entkommen ist, hatte vorher ein Versteck im Boden seiner Zelle angelegt. Der Hohlraum unter dem Linoleumboden sei offensichtlich bei Zellenkontrollen nicht bemerkt worden, jetzt aber entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Werkzeug habe sich in dem Hohlraum nicht mehr befunden.

Man könne inzwischen sicher annehmen, dass der Häftling einen Gitterstab vor dem Fenster seiner Zelle zum Innenhof durchgesägt habe. Um die Feinvergitterung vor dem Fenster aufzudrücken, habe er den Zellentisch als Hebel eingesetzt, sagte der Sprecher. Dann sei er offensichtlich über die Fassade auf der Innenseite aufs Dach und auf der Außenseite auf unbekannte Weise heruntergeklettert.

Von dem Mann fehlt laut Ministerium weiter jede Spur. Er war wegen Diebstahlverdachts in Untersuchungshaft und Ende Mai wegen zwei Wohnungseinbrüchen mit hohem Schaden zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Dabei soll er nach Informationen aus Justizkreisen nicht nur wertvollen Schmuck, sondern auch mehr als 200.000 Euro Bargeld gestohlen haben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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